ISTANBUL. Hinter dem Angriff auf das israelische Konsulat in Istanbul vom Dienstag (JF berichtete) soll die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) stecken. Der türkische Justizminister Akin Gürlek erklärte auf X, der Staat habe „zeitgleiche Operationen in 34 Provinzen gegen die Terrororganisation Daesh“ durchgeführt. „Daesh“ ist eine arabische Abkürzung für den IS.
Insgesamt seien dabei 198 Personen festgenommen worden. Gegen 273 Personen gebe es Ermittlungen, sagte Gürlek.
Dün İstanbul Levent’teki polis noktasına 3 terörist tarafından düzenlenen silahlı saldırının ardından, Cumhuriyet Başsavcılıklarımızın koordinasyonunda DEAŞ terör örgütüne karşı 34 ilde eş zamanlı operasyon gerçekleştirilmiştir.
Cumhuriyet başsavcılıklarımızın koordinesinde…
— Akın Gürlek (@abakingurlek) April 8, 2026
Bereits zuvor hatten türkische Medien berichtet, dass ein bei dem Angriff getöteter Attentäter Verbindungen zum IS gehabt haben soll. Insgesamt hatten drei Männer gegen Mittag das Feuer auf das israelische Konsulat eröffnet. Ein Polizist tötete einen Attentäter, die beiden anderen wurden gefangengenommen.
IS begeht noch immer Anschläge
Obwohl der IS in Syrien und dem Irak – im Vergleich zu den Jahren 2014 bis 2016 – als weitestgehend entmachtet gilt, gelingen der dschihadistischen Organisation immer wieder verheerende Anschläge. Im März 2024 hatten Attentäter des afghanischen IS-Ablegers „Islamischer Staat – Provinz Khorasan“ ein Musikkonzert in der Nähe von Moskau angegriffen und 149 Menschen getötet (JF berichtete).
Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft 2024 drohte die Terrorgruppe auch mit Anschlägen in anderen europäischen Ländern (JF berichtete). Im Juni 2024 warnte der damalige Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, die Gefahr islamistischer Anschläge sei für Deutschland so hoch „wie seit langem nicht mehr“. (lb)






