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Aktuelle Berechnung: Kassenchef prognostiziert deutlich steigende Sozialabgaben

Aktuelle Berechnung: Kassenchef prognostiziert deutlich steigende Sozialabgaben

Aktuelle Berechnung: Kassenchef prognostiziert deutlich steigende Sozialabgaben

Berlin, Deutschland: Haus der Bundespressekonferenz: Pressekonferenz: DAK-Gesundheit - Sozialversicherung am Limit: Steigt die Belastung durch Sozialabgaben auf 50 Prozent?: Andreas Storm
Berlin, Deutschland: Haus der Bundespressekonferenz: Pressekonferenz: DAK-Gesundheit - Sozialversicherung am Limit: Steigt die Belastung durch Sozialabgaben auf 50 Prozent?: Andreas Storm
DAK-Chef Andreas Storm: Rapide steigende Sozialabgaben prognostiziert. Foto: picture alliance / dts-Agentur | –
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Kassenchef prognostiziert deutlich steigende Sozialabgaben

Die Sozialabgaben laufen zunehmend aus dem Ruder. Eine aktuelle Prognose geht von einem drastischen Anstieg in den kommenden zehn Jahren aus. Der Chef der DAK nennt die aktuellen Zahlen einen „Warnschuß“ für die Politik.
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BERLIN. Eine Prognose des Gesundheitsforschungsinstituts Iges im Auftrag des Versicherungsunternehmens DAK hat ergeben, daß die Sozialabgaben in Deutschland bis 2035 weiter drastisch steigen werden. Rechnet man die Kosten für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zusammen, könnten die Ausgaben bis 2035 für die Bürger auf mehr als 50 Prozent steigen, sind sich die Forscher sicher.

Aktuell müssen Arbeitnehmer 42,7 Prozent ihres Bruttolohns für Sozialversicherungen abgeben. 2024 lag dieser Wert noch bei 42,5 Prozent, im Jahr davor bei 41,1 Prozent. „Die ‘Sozialgarantie 2021‘ mit einer Deckelung des Gesamtsozialversicherungsbeitragssatzes bei 40 Prozent rückt zunehmend in weite Ferne“, heißt es dazu in dem am Montag erschienenen Bericht.

Die „Sozialgarantie 2021“ wurde von der damaligen Großen Koalition während der Corona-Pandemie ausgerufen und versprach, daß Sozialversicherungsbeiträge 2021 bei maximal 40 Prozent liegen sollten. Damit sollten pandemiebedingte Mehrkosten über Zuschüsse des Bundes in den Gesundheitsfonds ausgeglichen werden, während Bürger die gestiegenen Kosten nicht direkt bei den Sozialabgaben bemerken.

Den aktuellen Berechnungen zufolge werden 2027 alleine für die gesetzliche Krankenkasse etwa zwölf Milliarden Euro fehlen, dazu kommt eine Lücke von etwa 5,5 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung.

Sozialabgaben treffen Bürger spürbar

Bis 2035 rechnen die Gutachter „mit einem Anstieg des Gesamtbeitragssatzes um rund sieben Prozentpunkte“, wenn es keine „grundlegenden Finanzierungsmaßnahmen“ von seiten der Politik gebe. Bei einer negativen Entwicklung sei auch ein Anstieg auf knapp 54 Prozent möglich. DAK-Chef Andreas Storm sprach mit Blick auf diese Zahlen von einer „dramatischen Entwicklung“, die „für alle Beteiligten ein letzter Warnschuß sein sollte, um schnell und mutig die notwendigen Reformen anzugehen“.

Die daraus resultierenden Mehrkosten würden die Beitragszahler im Jahr 2035 deutlich spüren. Wer 2.500 Euro brutto verdient, müßte 625 Euro pro Monat für Sozialabgaben zahlen – ein monatlicher Mehrbetrag von 91,25 Euro im Vergleich zu heute. Bei einem Bruttogehalt von 3.500 Euro käme es zu monatlichen Zusatzkosten von 127,75 Euro. Bürger, die 2035 einen Bruttolohn von 4.500 Euro erhalten, müßten 164,25 Euro zusätzlich zahlen, sollte sich die Prognose des Iges-Instituts bewahrheiten. (st)

DAK-Chef Andreas Storm: Rapide steigende Sozialabgaben prognostiziert. Foto: picture alliance / dts-Agentur | –
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