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„Schläge, Tritte, Stürze“: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Gewalt an Cottbuser Migrantenschule

„Schläge, Tritte, Stürze“: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Gewalt an Cottbuser Migrantenschule

„Schläge, Tritte, Stürze“: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Gewalt an Cottbuser Migrantenschule

Brandenburgs Innenminister René Wilke äußerte sich zur Gewalt an der Cottbuser Regine-Hildebrandt-Grundschule
Brandenburgs Innenminister René Wilke äußerte sich zur Gewalt an der Cottbuser Regine-Hildebrandt-Grundschule
Foto: picture alliance/dpa | Jens Kalaene
„Schläge, Tritte, Stürze“
 

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Gewalt an Cottbuser Migrantenschule

Die massive Gewalt an einer Cottbuser Grundschule beschäftigt die Staatsanwaltschaft, die mehrere Verfahren führt. Zuvor hatten Eltern der migrantisch geprägten Schule in einem offenen Brief um Hilfe gebeten.
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COTTBUS. Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt in 18 konkreten Verfahren wegen massiver Gewaltvorfälle an der migrantisch geprägten Regine-Hildebrandt-Grundschule im Süden von Cottbus. Das teilte Brandenburgs Innenminister René Wilke am Mittwoch im Innenausschuß des Brandenburger Landtages mit. Entsprechend viele Fälle habe die Polizei bereits an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Sieben Ermittlungsverfahren liegen demnach noch bei der Polizei.

An der Regine-Hildebrandt-Grundschule eskaliert seit langem die Gewalt. Im Dezember wandten sich Eltern deswegen mit einem offenen Brief hilfesuchend an Verantwortungsträger. Darin berichteten sie etwa von tätlichen Angriffen mit Folgen bis hin zu einer Gehirnerschütterung, über den Einsatz von Reizgas und über „Schläge, Tritte und Stürze“.

Sehr lange Liste von Taten

Die JUNGE FREIHEIT schrieb damals als erstes überregionales Medium über den Hilferuf der Eltern. Ein Vater erzählte im JF-Interview, daß seine Kinder „mindestens zwei, drei Angriffe“ pro Woche erlebt hätten, bevor er sie von der Schule nahm. Die Namen der Täter seien „zum Beispiel Ali, Mohammed und Ahmed“.

Wilke verwies nun auf eine spezielle Ermittlungsgruppe „Schule“. Diese leitete demnach seit Ende Juni 108 Ermittlungsverfahren im schulischen Umfeld in Cottbus – nicht nur an der Regine-Hildebrandt-Grundschule – ein. Es solle deutlich werden, „daß diese Taten auch sehr zügig Konsequenzen haben“, betonte der Minister. Die Liste der Vergehen sei „sehr, sehr lang und vielfältig“. Es gehe etwa um Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und Nötigung.

„Jugendtypische Denkweisen“

Wilke verwies auf „jugendtypische Denkweisen“, wobei „Aggressivität und Gewaltbereitschaft eine hervorstechende Dimension“ hätten. Für Freitag kündigte er ein Treffen mit dem Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) an. Dabei soll über weitere Maßnahmen gesprochen werden. Bislang hat die Polizei etwa zahlreiche Gefährderansprachen durchgeführt. An der Schule patrouilliert zudem seit diesem Schuljahr ein Sicherheitsdienst.

Der Oberbürgermeister hatte bereits im August 2025 bei einer Pressekonferenz kritisiert, es seien Dinge zu lange schöngeredet und „einfach hingenommen“ worden. Bei dem Problem handle es sich um eine Folge „der teils ungeregelten, teils ungesteuerten Zuwanderung der vergangenen Jahre“. Insgesamt haben 43 Prozent der Schüler an der Regine-Hildebrandt-Grundschule einen Migrationshintergrund. (ser)

Foto: picture alliance/dpa | Jens Kalaene
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