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Deutsches Kriegsschiff: Uruguay schmilzt Reichsadler der „Graf Spee“ doch nicht ein

Deutsches Kriegsschiff: Uruguay schmilzt Reichsadler der „Graf Spee“ doch nicht ein

Deutsches Kriegsschiff: Uruguay schmilzt Reichsadler der „Graf Spee“ doch nicht ein

Die "Graf Spee" im Hafen von Montvideo kurz vor der Versenkung und der geborgene Reichsadler. Das Hakenkreuz ist verhüllt.
Die "Graf Spee" im Hafen von Montvideo kurz vor der Versenkung und der geborgene Reichsadler. Das Hakenkreuz ist verhüllt.
Die „Graf Spee“ im Hafen von Montvideo kurz vor der Versenkung und der geborgene Reichsadler. Das Hakenkreuz ist verhüllt. Fotos: picture alliance (2)/ dpa | DB & AP Photo | Marcelo Hernandez
Deutsches Kriegsschiff
 

Uruguay schmilzt Reichsadler der „Graf Spee“ doch nicht ein

Nach Protesten läßt Uruguays Präsident den geborgenen Heckadler des Panzerkreuzers samt Hakenkreuz doch nicht einschmelzen. Er ist das Überbleibsel einer dramatischen Geschichte.
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MONTEVIDEO. Den Heckadler des deutschen Panzerkreuzers „Admiral Graf Spee“ läßt Uruguay nun doch nicht einschmelzen und zu einer Friedenstaube umarbeiten. Das hat der Präsident des südamerikanischen Landes, Luis Lacalle Pou, erklärt.

Am Freitag hatte das Staatsoberhaupt noch das Gegenteil verkündet. Der 2,80 Meter hohe und 350 Kilogramm schwere Bronzeadler mit Hakenkreuz und Eichenlaubkranz war erst kürzlich nach jahrelangen Gerichtsverfahren dem Staat Uruguay zugesprochen worden.

„Ein Präsident muß zuhören“

Pou revidiere seine Entscheidung, so sagte er vor der Presse, weil in dieser Frage keine Einigkeit bestehe. Das geschichtsträchtige Objekt zu vernichten, hatte zu Protesten der Öffentlichkeit und auch in Lacalle Pous eigener Partei geführt. „Ich bleibe dabei, daß es eine gute Idee ist. Aber ein Präsident muß zuhören und repräsentieren“, zitiert ihn die uruguayische Tageszeitung El Pais.

Die „Admiral Graf Spee“ kreuzte kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Indischen Ozean sowie im Südatlantik und versenkte dort neun britische Handelsschiffe. Die britische Kriegsmarine verfolgte und stellte den Panzerkreuzer am 13. Dezember 1939 vor der Küste Uruguays. Es kam zur Schlacht, in dessen Verlauf der schwere Kreuzer „Exeter“ sowie die leichten Kreuzer „Ajax“ und „Achilles“ das deutsche Schiff beschädigten.

Der deutsche Kapitän versenkt die „Graf Spee“

Die „Admiral Graf Spee“ floh in den Hafen von Montevideo. Auf Druck der Briten gewährte die uruguayische Regierung dem Schiff aber nur eine Liegezeit von 72 Stunden. Diese reichte nicht aus, um den Kreuzer wieder vollständig einsatzbereit zu machen. Das Schiff lief am 17. Dezember aus. Kapitän Hans Langsdorff ließ den Panzerkreuzer drei Seemeilen von der Mündung des Rio de la Plata versenken. Er sah keine Chance, mit der nicht reparierten „Admiral Graf Spee“ gegen die auf ihn wartende Royal Navy im Kampf zu bestehen.

Der Kapitän und die Besatzung schlugen sich in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires durch. Dort erschoß sich Langsdorff am 20. Dezember. Er wurde 45 Jahre alt.

Der Reichsadler des legendären Schiffes wurde bereits 2006 geborgen. Die komplette „Graf Spee“ zu heben, hat sich bisher als zu kostspielig erwiesen, obwohl sie nur wenige Meter unter der Oberfläche liegt. (fh)

Die „Graf Spee“ im Hafen von Montvideo kurz vor der Versenkung und der geborgene Reichsadler. Das Hakenkreuz ist verhüllt. Fotos: picture alliance (2)/ dpa | DB & AP Photo | Marcelo Hernandez
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