POTSDAM. Die Brandenburger Polizei will eine 37 Jahre alte Polizistin entlassen, weil ihr Bruder sowie ihr Ehemann der rechtsextremen Szene angehören sollen. Die Beamtin soll sich laut Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke nicht ausreichend von der eigenen Familie distanziert haben. „Wir streben ein förmliches Verfahren an, also die Entfernung aus dem Dienst“, sagte Mörke, der zu DDR-Zeiten unter anderem auch für die politische Polizei, einer Art Staatssicherheit der Volkspolizei, im Volkspolizei-Kreisamtes Nauen zuständig war.
Die Polizistin sei bereits am 16. September nach Hause geschickt worden, berichtet die Märkische Allgemeine. Die Grünen forderten zudem die Einrichtung einer unabhängigen Polizeibeschwerdestelle. „An eine solche Stelle hätten Informationen zu den Mißständen auch unter Umgehung des regulären Dienstweges sofort gemeldet werden können“, sagte die innenpolitische Sprecherin der Brandenburger Grünen, Ursula Nonnemacher. „Um ihre Unabhängigkeit zu wahren, muß diese Ombudsstelle am Landtag angesiedelt sein, sie darf nicht dem Innenministerium unterstehen.“
Der Fall erinnert an den Umgang mit der Ruderin und Olympiasportlerin Nadja Drygalla. Die Sportlerin mußte 2012 das olympische Dorf in London verlassen, nachdem bekannt geworden war, daß sie eine Beziehung mit einem ehemaligen NPD-Funktionär hatte. (ho)

![DIESES FOTO WIRD VON DER RUSSISCHEN STAATSAGENTUR TASS ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. [RUSSIA, MOSCOW - APRIL 15, 2026: Maxim Oreshkin, Deputy Chief of Staff of the Russian Presidential Executive Office, Russia's Deputy Prime Minister Alexander Novak (L-R), and Prime Minister Mikhail Mishustin (R) attend a meeting on economic issues held by Russian President Vladimir Putin at the Moscow Kremlin. Alexander Kazakov/Russian Presidential Press and Information Office/TASS]. Zu sehen ist Russlands Vize-Premier.](https://assets.jungefreiheit.de/2026/04/587848202.jpg)



