Anzeige
Anzeige

Statistisches Bundesamt: Deutschlands Exportüberschuß schwindet – Außenhandel ermüdet

Statistisches Bundesamt: Deutschlands Exportüberschuß schwindet – Außenhandel ermüdet

Statistisches Bundesamt: Deutschlands Exportüberschuß schwindet – Außenhandel ermüdet

Die Container eines kleinen Frachtschiffs am Terminal Burchardkai sind verschneit. Ein Frachtschiff liegt am Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen, auf dem Deck sind zahlreiche Container mit Schnee bedeckt. Symbolbild für den schwächelnden deutschen Außenhandel angesichts rückläufiger Exportzahlen. Ein Frachtschiff liegt mit verschneiten Containern am Burchardkai in Hamburg: Deutschlands Außenwirtschaft kühlt ab. Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius
Die Container eines kleinen Frachtschiffs am Terminal Burchardkai sind verschneit. Ein Frachtschiff liegt am Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen, auf dem Deck sind zahlreiche Container mit Schnee bedeckt. Symbolbild für den schwächelnden deutschen Außenhandel angesichts rückläufiger Exportzahlen. Ein Frachtschiff liegt mit verschneiten Containern am Burchardkai in Hamburg: Deutschlands Außenwirtschaft kühlt ab. Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius
Ein Frachtschiff liegt mit verschneiten Containern am Burchardkai in Hamburg: Deutschlands Außenhandel kühlt ab. Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius
Statistisches Bundesamt
 

Deutschlands Exportüberschuß schwindet – Außenhandel ermüdet

Der Exportweltmeister Deutschland könnte bald seinen Titel abgeben müssen. Der Außenhandel schwächelt und die Importe steigen. Wirtschaftsexperten erwarten keine Trendwende.
Anzeige

WIESBADEN. Im November 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 2,5 Prozent gesunken. Damit handelte es sich um den stärksten monatlichen Rückgang seit Mai 2024. Gleichzeitig stiegen die Importe um 0,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Insgesamt wurden Waren im Wert von 128,1 Milliarden Euro aus Deutschland ausgeführt. Die Einfuhren beliefen sich auf 115,1 Milliarden Euro. Der Außenhandelsüberschuß schrumpfte damit auf 13,1 Milliarden Euro, nachdem er im Oktober noch 17,2 Milliarden Euro betragen hatte.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 gingen die Exporte um 0,8 Prozent zurück. Die Importe legten dagegen um 5,4 Prozent zu. Der Außenhandelssaldo fiel damit deutlich niedriger aus als ein Jahr zuvor, als noch ein Überschuß von 20,0 Milliarden Euro ausgewiesen worden war.

Besonders stark war der Rückgang im Handel mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Exporte in die EU sanken gegenüber Oktober um 4,2 Prozent, die Importe aus diesen Ländern um 4,0 Prozent. Innerhalb der Eurozone gingen die Ausfuhren um 3,9 Prozent zurück.

Außenhandel rechnet mit Fortsetzung der Schwächephase

Der Handel mit Staaten außerhalb der EU entwickelte sich uneinheitlich. Während die Exporte in die sogenannten Drittstaaten nur leicht um 0,2 Prozent sanken, stiegen die Importe von dort um 6,3 Prozent. Wichtigster Abnehmer deutscher Waren blieben die Vereinigten Staaten, obwohl die Ausfuhren dorthin im Monatsvergleich um 4,2 Prozent zurückgingen.

Die stärksten Importzuwächse verzeichnete Deutschland aus der Volksrepublik China. Von dort wurden Waren im Wert von 14,9 Milliarden Euro eingeführt, ein Plus von 8,0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Angaben beruhen auf vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik, detaillierte Ursachenanalysen liegen noch nicht vor.

Vertreter der Exportwirtschaft rechnen nicht mit einer raschen Erholung. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen dürfte die Nachfrage in den beiden wichtigsten Absatzmärkten USA und China auch im kommenden Jahr schwach bleiben. Erwartet wird eher eine Fortsetzung der Schwächephase oder allenfalls eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. (sv)

Ein Frachtschiff liegt mit verschneiten Containern am Burchardkai in Hamburg: Deutschlands Außenhandel kühlt ab. Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles