Der Staat gibt vor allem immer mehr Sozialleistungen für Familien aus Foto: rg
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Wohlfahrtsstaat
 

Immer mehr Sozialleistungen in Deutschland

BERLIN. Deutschland gibt immer mehr Geld für Sozialleistungen aus. Sie machten 2013 knapp 30 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts aus. Eine Trendumkehr ist nicht absehbar.

Das deutsche Steuerzahlerinstitut (DSI) hat das Gesamtvolumen der Ausgaben in einer Kurzstudie, basierend auf Zahlen des Bundessozialministeriums, mit 812,2 Milliarden Euro beziffert. Damit lag es 2013 um 26,8 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert. In dem Betrag sind auch einige private Versicherungsleistungen erfaßt.

Seit 2005 sind die Ausgaben für Sozialleistungen damit um 22 Prozent gestiegen. Die Pro-Kopf-Löhne hingegen stiegen laut der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder im gleichen Zeitraum hingegen nur um 15,5 Prozent.

Folgende Sozialleistungen haben besonders zum hohen Wachstum zwischen 2005 und 2013 beigetragen: Elterngeld (plus 68 Prozent), Kinder- und Jugendhilfe (plus 61 Prozent) und Ausbildungs- und Aufstiegsförderung (plus 47 Prozent). Das DSI rechnet mit weiter steigenden Kosten für Sozialleistungen: „Aktuelle Politikmaßnahmen lassen darauf schließen, daß zumindest die Ausgaben in den kommenden Jahren weiter steigen werden.“ Hauptgründe seien die Rentenerhöhungen, die Krippenoffensive, das Eltern- und das Betreuungsgeld. (rg)

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