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Euro-Krise
 

Schäffler attackiert Zypern-Rettung

BERLIN. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler ist hart mit den Euro-Rettungsplänen für Zypern ins Gericht gegangen. „Wer glaubt, die halbe Insel Zypern sei systemrelevant, der glaubt auch, daß der Dschungelkönig neues Staatsoberhaupt in Deutschland ist“, sagte Schäffler dem Handelsblatt. Im Vergleich zu Griechenland sei das verschuldete Land eine „Pommesbude“.

„Es wäre besonders absurd, ein Land, das durch Mafiagelder und undurchsichtige Finanzgeschäfte in Schieflage geraten ist, mit Steuergeldern von uns zu retten“, unterstrich das FDP-Bundesvorstandsmitglied. Finanzhilfen für die Regierung in Nikosia lehnte Schäffler strikt ab.

EZB trommelt für Finanzhilfen

Unterstützung erhielt er dabei vom stellvertretenden Vorsitzenden der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Meister (CDU). „Ausgangsfrage jeglicher konditionierter Hilfeleistungen an Zypern ist dessen Systemrelevanz für die Euro-Zone“, betonte Meister gegenüber der Zeitung. Diese müsse das Land erst noch nachweisen.

Zuvor hatte das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen Finanzhilfen für Zypern gefordert. Eine „ungeordnete Entwicklung“ des Staates könne dem Fortschritt schaden, den Europa 2012 erreicht habe. Er wies zudem daraufhin, daß griechische Banken besonders stark auf dem griechisch kontrollierten Teil der Insel engagiert seien. Damit gerate auch das griechische Bankensystem in Gefahr. (ho)

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