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Geldanlage
 

Bundesbank warnt vor Immobilienblase

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Modelhaus: Flucht vor dem Euro in Immobilien Foto: Pixelio/Thorben Wengert

FRANKFURT. Die Bundesbank hat vor einer drohenden Spekulationsblase auf dem Immobiliensektor gewarnt. „Die Wohnimmobilienpreise steigen in Ballungsgebieten beschleunigt“, sagte Vorstandsmitglied Andreas Dombret bei der Vorstellung des aktuellen Finanzstabilitätsberichtes. Im vergangenen Jahr seien in sieben deutschen Großstädten die Preise für Neubauten um neun Prozent gestiegen. Für Eigentumswohnungen wird in diesem Jahr ein Preisanstieg von elf Prozent erwartet.

Die Ursache für das wachsende Interesse an Immobilien sehen die Finanzexperten in der anhaltenden Euro-Krise. „Die Risiken für das deutsche Finanzsystem sind unverändert hoch.“ Anleger suchen vor diesem Hintergrund nach wertbeständigen Investitionen. „Die Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, daß es gerade in einem Umfeld niedriger Zinsen und hoher Liquidität zu Übertreibungen an den Immobilienmärkten kommen kann.“

Dennoch sieht Dombret Deutschland weit von einer Immobilienblase entfernt, wie sie in Nordamerika zur Rezension geführt hat. Die Verschuldung der deutschen Privathaushalte sinke in Relation zum Einkommen seit Jahren. Kredite für Wohnimmobilien hätten im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,2 Prozent zugenommen. Auch dominiere in Deutschland eine konservative Kreditvergabe mit begrenztem Anteil an Fremdfinanzierung. (FA)

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