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Umweltpolitik
 

Energiewende läßt Strompreise weiter steigen

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Windpark in Niedersachsen, Sinnbild für die Energiewende Foto: wikimedia/Philip May mit CC-Lizenz https://bit.ly/4Ynp37

BERLIN. Die Verbraucher in Deutschland müssen sich im kommenden Jahr auf steigende Strompreise einstellen. Nachdem bereits mehrere Konzerne Strompreiserhöhungen ab Januar in Aussicht gestellt hatten, kündigte nun auch der Energieanbieter Vattenfall massive Preiserhöhungen zum 1. Januar an. Betroffen sind vor allem Verbraucher im Raum Berlin und Hamburg, insgesamt über 2,3 Millionen Haushalte.

In Berlin erhöht sich der Preis um 3,52 Cent pro Kilowattstunde, was bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.200 Kilowattstunden einen Anstieg um 12,8 Prozent oder rund 77 Euro pro Jahr bedeutet.

Sinkende Preise unwahrscheinlich

Als Grund nannte Vattenfall-Vertriebschef Rainer Wittenberg die Energiewende. „Wir machen Inkasso für den Staat. Wenn wir uns das Preisplus von 12,8 Prozent anschauen, dann entfallen davon elf Prozentpunkte auf Steuern und Abgaben“, sagte Wittenberg der Berliner Morgenpost. Wittenberg zeigte sich gewiß, daß andere Anbieter nachziehen müssen: „Die Leute sollten sich klar darüber sein, daß die staatlich erzwungenen Kosten der Energiewende kein Anbieter ignorieren kann. Somit bleibt nur wenig Spielraum für Preispolitik.“

Aufgrund der staatlichen Energiepolitik hält Wittenberg Preissenkungen auch in Zukunft für unwahrscheinlich. „Ich glaube nicht, daß die Strompreise aufgrund der Rahmenbedingungen sinken werden. Die Energiewende wird dafür sorgen, daß der staatlich veranlaßte Preisbestandteil weiterhin der Preistreiber bleibt.“

Vattenfall ist der viertgrößte Stromanbieter in der Bundesrepublik. Deutschlandweit beliefert er insgesamt 7,8 Millionen Haushalte mit Strom. (tb)

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