Das Ende der Solar-Subvention

Im Solarstrom wird ein wichtiger Beitrag zur sauberen Ener-giegewinnung gesehen. Der Ertrag fiel bisher trotz Förderungen allerdings nur verschwindend gering aus. Umweltminister Jürgen Trittin sagte zwar, die Bundesregierung habe bei der Markteinführung der Solarenergie viel erreicht: „Während eine Familie 1990 für eine komplette Solaranlage mit drei kW Leistung noch 38.000 Euro zahlen mußte, muß sie heute nur noch rund 20.000 Euro dafür aufbringen.“ Die bisherige Preisreduktion reiche jedoch noch nicht aus, um mit den Kosten für den Solarstrom in die Nähe der Wirtschaftlichkeit zu kommen. Bei einer Umweltbilanz ist zudem in Rechnung zu stellen, daß Subventionsgelder erst einmal erwirtschaftet werden müssen, und zwar aus der Natur. Auch technischer Umweltschutz ist ein zusätzlicher umweltbelastender Aufwand, der seinen Grenznutzen hat. Darüber wird nicht gesprochen, sondern die teure Solarenergietechnik zum Symbol zur Rettung der Welt stilisiert. Doch dafür fehlt mittlerweile das Geld. Und zum Jahresende läuft das 100.000-Dächer-Programm zur Förderung der Solarenergie aus. Eine Neuauflage werde nicht erwogen. In Zukunft soll es nur noch zinsgünstige Darlehen für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf und an Gebäuden geben. Statt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten neue Subventionsgelder einzufordern, kommt der Ex-Kommunist Trittin auf die Idee, der Freihandelslehre das Wort zu reden. Der Grünen-Politiker kündigte an, sich im September bei der WTO-Konferenz in Cancun dafür einzusetzen, daß Umwelttechnologie, Öko-Produkte und Umweltdienstleistungen von Zöllen und Handelsschranken befreit werden. Globalisierung hat auch gute Seiten.

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