STUTTGART. Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl am 8. März in Baden-Württemberg liegen die Grünen (22 Prozent) des scheidenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann noch immer Kopf an Kopf mit der AfD (20 Prozent). Platz eins geht laut einer aktuellen Umfrage von Insa an die CDU, die allerdings im Vergleich zur Januar-Erhebung einen Punkt auf 28 Prozent abgibt.
An einer Fortsetzung der Koalition von Grünen, die einen Punkt zulegen, und der CDU besteht damit kaum ein Zweifel – allerdings voraussichtlich unter umgekehrten Vorzeichen. Manuel Hagel dürfte Ministerpräsident werden, auch wenn das Umfrageergebnis das schwächste seit Juli 2023 für die CDU bedeutet.
Das Ziel von Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir, seinen Parteifreund Kretschmann in der Staatskanzlei zu beerben, scheint bei sechs Punkten Rückstand dennoch kaum noch erreichbar.
Sonntagsfrage zur Landtagswahl in Baden-Württemberg • INSA/BILD: CDU 28 % | GRÜNE 22 % | AfD 20 % | SPD 10 % | DIE LINKE 7 % | FDP 6 % | BSW 3 % | Sonstige 4 %
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Reüssiert die FDP bei der Wahl?
Stattdessen muß die Regierungspartei darum bangen, nicht noch hinter der AfD von Ministerpräsidenten-Kandidat Markus Frohnmaier, die dasselbe Ergebnis wie im Vormonat erreicht, zu landen. Im Vergleich zur Landtagswahl 2021 würden die 22 Prozent einen erdrutschartigen Absturz für die Grünen um mehr als zehn Punkte bedeuten. Die AfD dagegen würde um mehr als zehn Punkte zulegen und sich mehr als verdoppeln.

Kurz vor der Wahl sendet auch die FDP ein Lebenszeichen. Sie legt von fünf auf sechs Prozent zu und könnte das erste Mal seit der Bundestagswahl wieder in einem Landtag verbleiben. Die sechs Prozent sind zugleich der höchste Wert, der aktuell in einem Bundesland für die FDP gemessen wird. Baden-Württemberg gilt als das Kernland der Liberalen. Vor fünf Jahren erzielten sie hier allerdings noch 10,5 Prozent.
Die SPD liegt aktuell stabil bei zehn Prozent und würde damit noch einmal ihr Rekordtief von 2021 (11,0 Prozent) unterbieten. (fh)






