HAMBURG. In der kommenden findet in Hamburg eine Berufungsverhandlung statt, in der es um die Kündigung einer Mitarbeiterin durch das Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie geht. Die Bundesbehörde setzte die Frau vor die Tür, weil sie sich weigerte ein Dokument zum Strahlenschutz zu gendern.
Obwohl die Frau mehrfach darauf hinwies, daß es keine rechtliche Grundlage für die Nutzung Gendersprache in amtlichen Dokumenten gibt und zudem die Verständlichkeit des Strahlenschutzdokumentes leiden würde, überzog die Behörde, die zum Haus von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) gehört, die Frau mit Abmahnungen. Schließlich wurde sie entlassen.
Behördenpräsident gilt als CDU-nahe
Vor Gericht hatte die Frau bereits im vergangenen Oktober einen Erfolg errungen. Das Arbeitsgericht Hamburg erklärte zwei Abmahnungen und die Kündigung für unrechtmäßig. Das Bundesamt legte dagegen allerdings Berufung ein, so daß sich in der kommenden Woche das Landesarbeitsgericht befassen muß.
Präsident des Bundesamtes ist Helge Heegewaldt. Dieser arbeitete laut seinem Lebenslauf zuvor für mehrere Unionsabgeordnete im Bundestag. (ho)





