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100.000 Einwohner weniger: Trotz Zuwanderung: Deutschlands Bevölkerung schrumpft

100.000 Einwohner weniger: Trotz Zuwanderung: Deutschlands Bevölkerung schrumpft

100.000 Einwohner weniger: Trotz Zuwanderung: Deutschlands Bevölkerung schrumpft

In Deutschland schrumpft die Bevölkerung. Hier eine Szene aus der Mönckebergstraße in Hamburg.
In Deutschland schrumpft die Bevölkerung. Hier eine Szene aus der Mönckebergstraße in Hamburg.
In Deutschland schrumpft die Bevölkerung. Hier eine Szene aus der Mönckebergstraße in Hamburg. Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius
100.000 Einwohner weniger
 

Trotz Zuwanderung: Deutschlands Bevölkerung schrumpft

Im vergangenen Jahr verliert Deutschland trotz weiterer Zuwanderung 100.000 Einwohner. Es sterben viel mehr als geboren wurden. Die Bevölkerungszahl steigt seit der Flüchtlingskrise trotzdem um Millionen.
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WIESBADEN. Erstmals seit 2020 ist die Einwohnerzahl Deutschlands wieder gesunken. Zum Ende des vergangenen Jahres lebten nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes mit rund 83,5 Millionen 100.000 weniger Menschen in Deutschland als im Jahr davor. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Zwischen 2011 und 2024 war die Bevölkerungszahl mit der einen Ausnahme jedes Jahr gestiegen. Im Vergleich mit dem Jahr, bevor die Migrationskrise (die JF berichtete) begann, hat die Bundesrepublik 2,6 Millionen Einwohner hinzugewonnen. 2014 lebten 80,9 Millionen Menschen zwischen Rhein und Oder.

Deutschland konnte ausschließlich durch Zuwanderung wachsen. Seit der Wiedervereinigung 1990 starben jedes Jahr mehr Menschen als geboren wurden. Für das vergangene Jahr meldeten die Standesämter 640.000 bis 660.000 Neugeborene – und damit weniger als 2024, als es noch 677.117 Geburten gab.

Zuwanderung von einer Viertelmillion

2025 starben laut der Schätzung rund eine Million Einwohner, so viele wie im Jahr zuvor. Daraus ergibt sich für das vergangene Jahr ein Geburtendefizit von 340.000 bis 360.000 Personen. Daß Deutschlands Bevölkerung dennoch nur 100.000 Einwohner verlor, liegt am Zuzug aus dem Ausland.

Das Statistische Bundesamt schätzt die Nettozuwanderung im vergangenen Jahr auf 220.000 bis 260.000 Personen. Damit war sie geringer als 2024 mit 430.183 Migranten.

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Für ihre Schätzung nahm die Behörde die konkreten monatlichen Angaben zu Geburten und Sterbefällen sowie zu Zu- und Fortzügen bis einschließlich Oktober 2025. Die Zahlen für die letzten beiden Monate schätzte sie. (fh)

In Deutschland schrumpft die Bevölkerung. Hier eine Szene aus der Mönckebergstraße in Hamburg. Foto: picture alliance/dpa | Christian Charisius
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