ERFURT. Thüringens Polizei bereitet für den AfD-Bundesparteitag Anfang Juli den größten Einsatz ihrer Geschichte vor: Am 4. und 5. Juli sollen 6.000 Beamte die Veranstaltung in der Erfurter Messehalle absichern. Dafür werden Polizisten aus fast allen Bundesländern sowie vom Bund angefordert. Bereits 5.500 Betten für Einsatzkräfte seien reserviert worden.
Die Landespolizeidirektion koordiniert den Einsatz in der Besonderen Aufbauorganisation „ISATIS“. Interne Lagebilder rechnen mit bis zu 35.000 Gegendemonstranten. Ein leitender Beamter sagte der Bild, der Parteitag im Heimatbundesland von Björn Höcke könne für linksextreme Gruppen ein zusätzlicher Mobilisierungsfaktor sein.
Nach Einschätzung des Staatsschutzes sei von einer „auf maximale Störwirkung ausgerichteten Aktionslage“ auszugehen. Demnach werde mit rund 1.000 gewaltbereiten Linksextremisten gerechnet. Befürchtet werden Blockaden bereits in den frühen Morgenstunden, bundesweite Busanreisen sowie gezielte Aktionen auf Autobahnen und Landstraßen.
Linke Gewalt bei AfD-Veranstaltungen
Als warnendes Beispiel gilt der 29. November 2025 in Gießen. Damals kam es rund um die Gründung der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ zu schweren Ausschreitungen (die JF berichtete). Demonstranten warfen Baumstämme, Bauzäune und Steine auf Fahrbahnen, obwohl dort noch Fahrzeuge unterwegs waren.
Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, auch dort waren rund 6.000 Beamte im Einsatz. Sicherheitsbehörden warnen nun vor einer weiteren Eskalation. Neben möglichen Angriffen aus dem linksextremen Spektrum schließen die Behörden laut Bild auch Gegenaktionen in Ostdeutschland nicht aus. (rr)






