Anzeige
Anzeige

Stromausfall: Linksextremer Anschlag brachte Berliner Kliniken an die Belastungsgrenze

Stromausfall: Linksextremer Anschlag brachte Berliner Kliniken an die Belastungsgrenze

Stromausfall: Linksextremer Anschlag brachte Berliner Kliniken an die Belastungsgrenze

Klinik. Ina Czyborra (SPD, l.), Berliner Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, Martin E. Kreis, Vorstand Krankenversorgung der Charité, sprechen während des Stromausfalls im Südwesten Berlins im Charité Campus Benjamin Franklin mit Julika Howarth, Pflegeleitung, Robert Arndt, Oberarzt, und Eike Kühn, Oberarzt. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Klinik. Ina Czyborra (SPD, l.), Berliner Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, Martin E. Kreis, Vorstand Krankenversorgung der Charité, sprechen während des Stromausfalls im Südwesten Berlins im Charité Campus Benjamin Franklin mit Julika Howarth, Pflegeleitung, Robert Arndt, Oberarzt, und Eike Kühn, Oberarzt. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Ina Czyborra (SPD, l.), Berliner Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, Martin E. Kreis, Vorstand Krankenversorgung der Charité, sprechen während des Stromausfalls im Südwesten Berlins im Charité Campus Benjamin Franklin mit Julika Howarth, Pflegeleitung, Robert Arndt, Oberarzt, und Eike Kühn, Oberarzt. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Stromausfall
 

Linksextremer Anschlag brachte Berliner Kliniken an die Belastungsgrenze

Der Stromausfall nach dem linksextremen Anschlag hat auch Berlins Kliniken getroffen. Der Vorfall zeigt die Schwächen der medizinischen Infrastruktur bei länger andauernden Krisen auf.
Anzeige

BERLIN. Der Stromausfall infolge eines linksextremen Anschlags hat Berlins Kliniken vor eine ernste Bewährungsprobe gestellt. Mindestens ein Krankenhaus stand zeitweise vor einer möglichen Evakuierung. Der Vorfall hat die Verwundbarkeit der medizinischen Infrastruktur offengelegt. Evakuierungen von Krankenhäusern zählen zu den heikelsten Szenarien des Katastrophenschutzes.

Sie setzen detaillierte Vorbereitung, freie Kapazitäten in anderen Häusern und eine funktionierende Koordination voraus. Der Berliner Stromausfall wirft daher grundsätzliche Fragen nach der Krisenfestigkeit des deutschen Gesundheitssystems auf.

Nach Angaben der Berliner Universitätsklinik Charité gegenüber der Bild-Zeitung kann ein Stromausfall mehrere Tage über Notstromaggregate überbrückt werden. Diese sichern jedoch lediglich die lebenswichtigen Bereiche. Ein regulärer Krankenhausbetrieb ist über längere Zeit nicht aufrechtzuerhalten. In einem solchen Fall müßten Patientenfälle strikt priorisiert und nicht lebensnotwendige Behandlungen verschoben werden.

Krisen wie Stromausfälle werden in Kliniken kaum geübt

Besonders kritisch ist neben der Stromversorgung die Wasserversorgung. Ohne funktionierende Zu- und Ableitung kollabieren Dialyse, Hygiene und sanitäre Einrichtungen binnen kurzer Zeit. Kliniken geraten dann deutlich schneller an ihre Belastungsgrenzen, als es viele Notfallpläne vermuten lassen. Während Deutschland auf klassische Großschadenslagen wie Unfälle oder Anschläge mit vielen Verletzten vergleichsweise gut vorbereitet ist, zeigen sich bei komplexen Szenarien erhebliche Defizite.

Flächendeckende Blackouts, kombinierte Infrastrukturausfälle oder länger andauernde Krisen sind kaum regelmäßig geübt. Entsprechende Strukturen existieren oft nur auf dem Papier.

Zwar liegen seit Jahren Konzepte vor. Staaten wie Israel oder Finnland investieren gezielt in geschützte Infrastruktur und klar definierte Zuständigkeiten. In Deutschland ist die fachliche Kompetenz vorhanden, doch es fehlt an einer übergeordneten Strategie und an politischer Entschlossenheit zur Umsetzung. (rr)

Ina Czyborra (SPD, l.), Berliner Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, Martin E. Kreis, Vorstand Krankenversorgung der Charité, sprechen während des Stromausfalls im Südwesten Berlins im Charité Campus Benjamin Franklin mit Julika Howarth, Pflegeleitung, Robert Arndt, Oberarzt, und Eike Kühn, Oberarzt. Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles