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Vermeintlicher NS-Bezug: Bürger in Münster kippen Umbenennungspläne für Straßennamen

Vermeintlicher NS-Bezug: Bürger in Münster kippen Umbenennungspläne für Straßennamen

Vermeintlicher NS-Bezug: Bürger in Münster kippen Umbenennungspläne für Straßennamen

In Münster entschied eine Bürgerbefragung, daß er seinen Straßennamen behalten darf: Maximilian Johannes Maria Hubert Reichsgraf von Spee. Foto: picture alliance / Mary Evans Picture Library
In Münster entschied eine Bürgerbefragung, daß er seinen Straßennamen behalten darf: Maximilian Johannes Maria Hubert Reichsgraf von Spee. Foto: picture alliance / Mary Evans Picture Library
In Münster entschied eine Bürgerbefragung, daß er seinen Straßennamen behalten darf: Maximilian Johannes Maria Hubert Reichsgraf von Spee. Foto: picture alliance / Mary Evans Picture Library
Vermeintlicher NS-Bezug
 

Bürger in Münster kippen Umbenennungspläne für Straßennamen

In Münster stimmen die Bürger über Straßennamen ab, die wegen möglicher NS-Bezüge in die Kritik geraten sind. Eine knappe Mehrheit entscheidet sich gegen eine Umbenennung.
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MÜNSTER. Die Bürger im Stadtbezirk Mitte von Münster haben sich gegen eine Umbenennung mehrerer Straßen mit angeblichem NS-Bezug ausgesprochen. Bei dem Bürgerentscheid am Sonntag votierten 52,39 Prozent der Teilnehmer für den Erhalt der bisherigen Namen. Das Ergebnis ist rechtsgültig.

Betroffen sind die Admiral-Spee-Straße, die Admiral-Scheer-Straße, die Otto-Weddingen-Straße sowie die Langemarck- und die Skagerrakstraße.

Mit der Abstimmung endet ein fast ein Jahr dauernder Konflikt. Ausgelöst worden war dieser durch einen Beschluß der Bezirksvertretung Münster-Mitte im Mai des Vorjahres, die Straßen umzubenennen. Zur Begründung wurde angeführt, die Namensgeber wiesen Bezüge zur NS-Zeit auf. Daraufhin formierte sich Widerstand unter den Anwohnern. Sie gründeten eine Bürgerinitiative, sammelten Unterschriften und erreichten schließlich den Bürgerentscheid.

Straßennamen mit Zusatztafeln?

Nach ihrer Darstellung stammen die Straßennamen aus dem Ersten Weltkrieg und seien erst später von den Nationalsozialisten propagandistisch genutzt worden. Statt Umbenennungen forderten sie erklärende Zusatztafeln, um die historische Einordnung sichtbar zu machen.

Die Befürworter einer Umbenennung vertraten hingegen die Auffassung, Straßennamen stellten Ehrungen dar. Personen und Orte, die von den Nationalsozialisten gezielt als Propagandasymbole verwendet worden seien, dürften nicht weiter durch Straßennamen gewürdigt werden. Diese Sichtweise setzte sich beim Bürgerentscheid jedoch nicht durch. Die bisherigen Namen bleiben erhalten. (rr)

In Münster entschied eine Bürgerbefragung, daß er seinen Straßennamen behalten darf: Maximilian Johannes Maria Hubert Reichsgraf von Spee. Foto: picture alliance / Mary Evans Picture Library
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