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Kurz vor der Landtagswahl: Baden-Württemberg: Mehrheit will Ende der Brandmauer

Kurz vor der Landtagswahl: Baden-Württemberg: Mehrheit will Ende der Brandmauer

Kurz vor der Landtagswahl: Baden-Württemberg: Mehrheit will Ende der Brandmauer

Bisher hinter der Brandmauer: AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier.
Bisher hinter der Brandmauer: AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier.
Bisher hinter der Brandmauer: AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Kurz vor der Landtagswahl
 

Baden-Württemberg: Mehrheit will Ende der Brandmauer

Jeder zweite Baden-Württemberger plädiert dafür, daß die anderen Parteien nach der Landtagswahl in sieben Wochen mit der AfD kooperieren. Nur eine Minderheit ist laut aktueller Umfrage dagegen.
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STUTTGART. Knapp sieben Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg sorgt eine YouGov-Umfrage im Auftrag der dpa zur Brandmauer im „Ländle“ für Aufsehen. 26 Prozent der Befragten fordern, die anderen Parteien sollten generell bereit sein, mit der AfD Koalitionen einzugehen. Weitere 24 Prozent möchten, daß die übrigen Parteien von Fall zu Fall entscheiden und bei einzelnen Fragen oder Gesetzesvorhaben mit der AfD zusammenarbeiten.

Damit ist jeder zweite Baden-Württemberger für die Abschaffung der Brandmauer zur AfD in ihrer jetzigen Form. 42 Prozent der Befragten lehnten eine Zusammenarbeit mit der AfD, die mit ihrem „Ministerpräsidenten-Kandidaten“ Markus Frohnmaier antritt, grundsätzlich ab. Acht Prozent äußerten keine Meinung zu der Frage. Der 34jährige AfD-Bundestagsabgeordnete kandidiert weder in einem Wahlkreis noch auf einer Liste und will nur im Fall eines Wahlsieges von Berlin nach Baden-Württemberg wechseln.

Bereits vor einem Jahr hatte eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des SWR ähnliche Ergebnisse gebracht. Da war die Zustimmung zur Brandmauer mit 47 Prozent allerdings noch höher als jetzt. Aber auch schon damals zeigte sich rund die Hälfte der Befragten offen für eine Zusammenarbeit anderer Parteien mit der AfD.

Parteien beschwören Brandmauer zur AfD

Im Gegensatz dazu schließen Grüne, CDU, SPD und FDP im Südwesten eine Zusammenarbeit mit der AfD nach der Landtagswahl aus. Laut der jüngsten Infratest-dimap-Umfrage von vergangener Woche würden CDU (29 Prozent) und AfD (20 Prozent) gemeinsam eine parlamentarische Mehrheit erringen.

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Alles läuft aber auf eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition unter veränderten Vorzeichen hinaus. Die Grünen kommen aktuell auf 23 Prozent, was einen Verlust von zehn Punkten gegenüber der Wahl von 2021 bedeuten würde. Die AfD würde sich mehr als verdoppeln.

Auch bei der Frage, welche Koalitionen die Befragten nach der Landtagswahl bevorzugen würden, schneidet eine Zusammenarbeit mit der AfD überraschend gut ab. Demnach wollen 20 Prozent eine Koalition aus CDU und AfD. Ein Bündnis von CDU und Grünen ist mit 21 Prozent nur leicht beliebter. Deutlich weniger Zustimmung erhalten eine Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP (13 Prozent) und mit sieben Prozent ein Ampel-Bündnis aus Grünen, SPD und FDP. (fh)

Bisher hinter der Brandmauer: AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
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