1000 plus petition keine abtreibung bis zur geburt
Seine "Quotenschwarzer"-Nachricht kostet Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann seinen Posten im Aufsichtsrat von Hertha BSC Berlin Foto: picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS/Orangepictures | BEAUTIFUL SPORTS/Orangepictures
Seine „Quotenschwarzer“-Nachricht kostet Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann seinen Posten im Aufsichtsrat von Hertha BSC Berlin Foto: picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS/Orangepictures | BEAUTIFUL SPORTS/Orangepictures

Fußballbundesliga
 

Hertha entläßt Aufsichtsrat Lehmann nach „Quotenschwarzer“-Nachricht

BERLIN. Der abstiegsbedrohte Fußballbundesligist Hertha BSC Berlin hat sich wegen einer angeblich rassistischen Äußerung von seinem Aufsichtsrat Jens Lehmann getrennt. Der ehemalige Nationaltorwart hatte in einer Chatnachricht den schwarzen Ex-Spieler und TV-Experten Dennis Aogo als „Quotenschwarzen“ bezeichnet. „Solche Einlassungen entsprechen in keiner Weise den Werten, für die Hertha BSC steht und sich aktiv einsetzt. Wir distanzieren uns von jeglicher Form des Rassismus“, zitierte der Verein seinen Präsident Werner Gegenbauer auf Twitter.

Ein Sprecher der Tennor-Gruppe von Herthas Investor Lars Windhorts bestätige laut Berliner Morgenpost die Entlassung Lehmanns, wodurch seine Entsendung in den Aufsichtsrat entfalle.

Aogo hatte den Vorfall, der zu Lehmanns Entlassung führte, in der Nacht zu Mittwoch publik gemacht. Er veröffentlichte auf seinem Instagram-Profil einen Screenshot der Textnachricht von Lehmann, die dieser offensichtlich versehentlich an ihn geschickt hatte. Darin stand: „Ist Dennis eigentlich euer Quotenschwarzer?“

Lehmann: Habe mich „unglücklich ausgedrückt“

Gegenüber der Bild-Zeitung bemühte sich Lehmann um eine Erklärung. „Ich habe bereits mit Dennis telefoniert und ihn um Verzeihung gebeten, wenn meine Äußerung despektierlich rübergekommen ist. Sie war überhaupt nicht so gemeint, sondern positiv. Da er als Sky-Experte fachkundig ist und in seinem Auftreten sehr stark. Und deshalb auch die Quote erhöht.“

Der Ex-Schalker betonte, er habe sich „unglücklich ausgedrückt“. Er übernehme die volle Verantwortung dafür. An wen die Nachricht ursprünglich adressiert gewesen war, sagte er demnach nicht.

Herthas Torwarttrainer kritisiert Masseneinwanderung

Es ist nicht der erste Wirbel dieser Art, mit der sich Hertha BSC in dieser sportlich unbefriedigenden Saison befassen muß. Anfang April feuerte der Hauptstadtklub seinen Torwarttrainer Zsolt Petry. Der Ungarn hatte sich in einem Interview kritisch zur Masseneinwanderung nach Europa geäußert. Zudem warf er Liberalen vor, die Meinungsfreiheit bei diesem Thema einzuengen. Nach seiner Entlassung ruderte er zurück und bedauerte seine Aussagen.

Die Hertha steht derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz und damit auf einem Abstiegsrang. Allerdings hat der Verein noch zwei Nachholspiele, weil die Mannschaft coronabedingt in Quarantäne mußte. (ag)

Seine „Quotenschwarzer“-Nachricht kostet Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann seinen Posten im Aufsichtsrat von Hertha BSC Berlin Foto: picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS/Orangepictures | BEAUTIFUL SPORTS/Orangepictures
Ahriman Verlag Heilige Henker
Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles