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Podcasts: Nach Rassismusvorwürfen: Spotify will Joe Rogan nicht sperren

Podcasts: Nach Rassismusvorwürfen: Spotify will Joe Rogan nicht sperren

Podcasts: Nach Rassismusvorwürfen: Spotify will Joe Rogan nicht sperren

Der Podcast des US-Amerikaners Joe Rogan auf Spotify: Der Musik-Streamingdienst will den Kanal derzeit nicht löschen
Der Podcast des US-Amerikaners Joe Rogan auf Spotify: Der Musik-Streamingdienst will den Kanal derzeit nicht löschen
Der Podcast des US-Amerikaners Joe Rogan auf Spotify: Der Musik-Streamingdienst will den Kanal derzeit nicht löschen Foto: picture alliance / Jakub Porzycki / NurPhoto
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Nach Rassismusvorwürfen: Spotify will Joe Rogan nicht sperren

NEW YORK. Der Musik-Streamingdienst Spotify hat gegenüber seinen Mitarbeitern verkündet, Podcast-Moderator Joe Rogan nicht von der Plattform zu löschen. „Ich verurteile aufs Schärfste, was Joe gesagt hat“, heißt es in einem inoffiziellen Schreiben von Spotify-Geschäftsführer Daniel Ek, das am Sonntag von der US-Zeitschrift Hollywood Reporter veröffentlicht wurde. „Ich glaube aber nicht, daß es eine Lösung ist, ihn mundtot zu machen“.

Der US-Amerikaner mit mehr als elf Millionen YouTube-Abonnenten war vergangene Woche in die Kritik geraten, nachdem eine Sammlung von Ausschnitten seiner Podcasts veröffentlicht worden war, in denen er vermeintlich rassistische Ausdrücke verwendet. So zeigte eine Szene eine Diskussionsrunde, in der Rogan fragte, weshalb immer vom „N-Wort“ gesprochen werde. Er verstehe nicht, was schlimm daran sei, den Begriff „Nigger“ auszusprechen, ohne jemanden als solchen zu bezeichnen.

Rogan entschuldigt sich

Die dunkelhäutige Sängerin India Arie teilte die Sammlung der Auszüge auf ihrem Instagram-Profil und rief zur Löschung von Spotify auf, solange das Unternehmen den Podcaster nicht sperre. Der Musik-Streamingdienst entfernte daraufhin mehr als 70 Episoden von Rogans Podcasts. Mittlerweile sind 113 Episoden gelöscht.

Der 54jährige entschuldigte sich zudem dafür, „das ‘N-Wort’ verwendet“ zu haben. Bei den Ausschnitten handle es sich um aus dem Zusammenhang gerissene Gesprächsfetzen, die bereits mehrere Jahre alt seien.

Rumble unterbreitet Rogan Angebot über 100 Millionen Dollar

Er habe den Begriff „Nigger“ damals nicht in einer rassistischen Absicht benutzt, sondern im Kontext von Diskussionen. Mittlerweile habe er aber erkannt, daß es niemals in Ordnung sei, das Wort zu gebrauchen.

Rogan hatte in der Vergangenheit bereits wegen angeblicher Corona-Falschinformationen in seinem Podcast für Empörung gesorgt. Mehrere Sänger, darunter Neil Young und Joni Mitchell, ließen aus diesem Grund ihre Musik von Spotify entfernen.

Am Montag appellierte der Chef des kanadischen Videoportals Rumble, Chris Pavlovski an Rogan, seine Inhalte künftig dort anzubieten. Dafür unterbreitete er ihm ein Angebot über 100 Millionen Dollar über einen Zeitraum von vier Jahren.

(zit)

Der Podcast des US-Amerikaners Joe Rogan auf Spotify: Der Musik-Streamingdienst will den Kanal derzeit nicht löschen Foto: picture alliance / Jakub Porzycki / NurPhoto
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