FDP-Chef Christian Lindner und die Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels-Frowein Foto: picture alliance/Christophe Gateau/dpa
Bürgerschaftswahl

Vorläufiges Endergebnis in Hamburg: FDP fliegt raus, AfD bleibt drin

HAMBURG. Am Montag abend hat der Landeswahlleiter das vorläufige amtliche Endergebnis der Hamburgischen Bürgerschaftswahl bekannt gegeben. Demnach scheiterte die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde. Die AfD schaffte den Wiedereinzug.

Das vorläufige amtliche Endergebnis inklusive der Sitze:

SPD 39,2 Prozent (54)
Grüne 24,2 Prozent (33)
CDU 11,2 Prozent (15)
Linkspartei 9,1 Prozent (13)
AfD 5,3 Prozent (7)
FDP 4,9 Prozent (1) 

Die FDP schickt allerdings einen Abgeordneten in die Bürgerschaft, da sie ein Direktmandat erringen konnte. Da es in Hamburg jedoch keine Grundmandatsklausel gibt, bleibt es bei diesem einen Sitz. In anderen Bundesländern mit Grundmandatsklausel erhält die Partei mit einem Direktmandat so viele Sitze wie ihr nach dem Zweitstimmen-Ergebnis zusteht.

Großer Gewinner sind die Grünen mit 24,2 Prozent, die ihren Stimmenanteil im Vergleich zur Wahl von 2015 nahezu verdoppeln konnten.

Ihr schlechtestes Ergebnis in der Hansestadt mußte die CDU hinnehmen. Sie erreicht 11,2 Prozent. Ihr folgt mit 9,1 Prozent die Linkspartei. Nach einer Zitterpartie gelang der AfD der Wiedereinzug in den Landtag mit 5,3 Prozent. Zunächst hatte es am Sonntag abend ausgesehen, als scheiterte sie an der Fünf-Prozent-Hürde.

Panne in Wahllokal: Grünen- und FDP-Stimmen vertauscht

Am Montag war Panne in einem Wahllokal korrigiert worden. Im Wahlbezirk Langenhorn waren die Ergebnisse von Grünen und FDP verwechselt worden. Die 22,4 Prozent der Grünen seien versehentlich den Liberalen zugeschrieben worden, wie der zuständige Bezirkswahlleiter Tom Oelrichs der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Auch Winterhude gab es einen Fehler. Die 35 Prozent Stimmen der SPD waren der CDU zugerechnet worden, die in Wahrheit aber nur auf etwa elf Prozent kam.

Damit ist die Fortsetzung der rot-grünen Koalitionunter Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wahrscheinlich. Die Wahlbeteiligung stieg auf 63,2 Prozent. (ag/ls)

FDP-Chef Christian Lindner und die Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels-Frowein Foto: picture alliance/Christophe Gateau/dpa

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