Auch Kokain können Drogenkäufer beim sogenannten Drug-Checking testen lassen (Symbolbild) Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
Auch Kokain können Drogenkäufer beim sogenannten Drug-Checking testen lassen (Symbolbild) Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
Drogenpolitik

Hamburg folgt Hessens Beispiel beim „Drug-Checking“

HAMBURG. Der rot-grüne Hamburger Senat folgt dem Beispiel Hessens zum Testen illegaler Drogen. Damit wendet sich die Hansestadt von ihrer bisherigen Linie ab, meldete der NDR.

Beim sogenannten Drug-Checking können Drogenkäufer das Rauschgift vor dem Konsum testen lassen. So könne eine Überdosierung vermieden werden. Begleitend dazu soll eine Beratung beispielsweise vor Diskotheken erfolgen. Kritiker dieser Praxis befürchteten, auf diese Weise werde die Akzeptanz der Drogen vergrößert.

Berlin plant „Drug-Checking“ für 150.000 Euro

Das hessische Justizministerium unter Leitung von Eva Kühne-Hörmann (CDU) begründete seine Initiative damit, durch das „Drug-Checking“ besser an aktuelle Informationen zu im Umlauf befindlichen Partydrogen zu kommen und darüber informieren zu können. Ziel sei es, die Risiken des Konsums zu minimieren und weitere gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

Bislang ist das „Drug-Checking“ in Deutschland verboten. Ende 2018 wollte bereits der rot-rot-grüne Berliner Senat ein solches Projekt für 150.000 Euro ins Leben rufen. In Österreich, der Schweiz und den Niederlanden können Drogenkäufer die illegalen Substanzen bereits testen lassen. (ag)

Auch Kokain können Drogenkäufer beim sogenannten Drug-Checking testen lassen (Symbolbild) Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

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