Krise der Sozialdemokraten

SPD-Parteiführung: Schäfer-Gümbel kritisiert Einmischung von außen

BERLIN. Der kommissarische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat verstimmt auf Kritik an der derzeitigen Parteiführung reagiert. „Zwischenrufe von der Seitenlinie“ sollten die Sozialdemokraten „nicht ablenken oder irritieren“, sagte er der Süddeutschen Zeitung.

Schäfer-Gümbel, der zusammen mit Manuela Schwesig und Malu Dreyer derzeit die SPD führt, kritisierte damit indirekt den ehemaligen SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel. Dieser hatte gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger bemängelt, die Partei sei „linker als die Linkspartei geworden und ökologischer als die Grünen“. Gabriel zufolge lehne die Mehrheit der Parteimitglieder diese Entwicklung ab, man konzentriere sich zu sehr auf Gruppen- und Minderheitenthemen.

Derzeit bewerben sich mehrere Paare um den Parteivorsitze der SPD. Dabei haben sich Kandidaten wie Karl Lauterbach und Simone Lange für ein linkeres Profil und ein Ende der Koalition mit der CDU ausgesprochen. (ag)

Der kommissarische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel verbittet sich Einmischungen in die Führung der Partei Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa

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