Sicherheitsgefühl der Bevölkerung

Jelpke: AfD ist für Zunahme von Waffenscheinen verantwortlich

BERLIN. Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Ulla Jelpke, hat Innenminister Horst Seehofer (CSU) und die AfD für die wachsende Zahl von Besitzern des Kleinen Waffenscheins verantwortlich gemacht. „Das ist ganz offensichtlich die Folge der Panikmache durch Law-and-Order-Politiker wie Innenminister Horst Seehofer und rechte Hetzer wie die AfD, die zu einem allgemeinen Gefühl der Verunsicherung beitragen“, sagte die 67 Jahre alte Politikerin der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Mehr Waffen in privater Hand bedeuteten nicht mehr öffentliche Sicherheit. Denn nicht jeder Inhaber eines Waffenscheins sei dafür geeignet, kritisierte Jelpke.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Bürger mit Kleinem Waffenschein auf 610.937. Das bedeute eine Zunahme um 9,6 Prozent im Vergleich zu 2017, wie laut der Zeitung aus den Zahlen des Bundesinnenministeriums hervorgehe.

Polizeigewerkschaft beklagt mangelndes Vertrauen der Bevölkerung

Für die Gewerkschaft der Polizei (GDP) liegt der Grund für die Zunahme der Waffenscheinbesitzer in einem wachsenden Unsicherheitsgefühl der Bürger begründet. Der GdP-Vorsitzende Oliver Malchow beklagte mangelndes Vertrauen der Menschen in die Sicherheitskräfte. „Diese Entwicklung bestätig unsere Befürchtung, daß die Bürger dem Staat, also vor allem der Polizei, nicht mehr genug zutrauen, sie zu beschützen.“

Besitzer des Kleinen Waffenscheins dürfen Schreckschußpistolen und Pfefferspray tragen. Besonders stark war die Zunahme 2016 unter dem Eindruck der Kölner Silvesternacht. (ag)

Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Ulla Jelpke, kritisiert die wachsende Zahl von Kleinen Waffenscheinen Foto: picture alliance

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