Teilnehmer der Demonstration gegen das Polizeigesetz in Hamburg Foto: Screenshot/ AfD Hamburg
Hamburg

„BRD Bullenstaat“: Grüne Jugend demonstriert mit Linksextremen

HAMBURG. Die Hamburger AfD hat die Teilnahme führender Mitglieder der Grünen Jugend an einer linksextremen Demonstration scharf kritisiert. „Wer sich derart mit Verfassungsfeinden gemein macht, disqualifiziert sich für jegliche Regierungsverantwortung“, sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende in der Hamburgischen Bürgerschaft, Alexander Wolf, der JUNGEN FREIHEIT.

Er forderte von grünen Senatoren Katharina Fegebank (Wissenschaft), Till Steffen (Justiz) und Jens Kerstan (Umwelt) eine Erklärung. „Wer mit gewaltorientierten Verfassungsfeinden demonstriert, gemeinsame Kundgebungen abhält und dabei gegen Staat und Polizei hetzt, der steht nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes.“

Demonstranten skandieren: „Ganz Hamburg haßt die Polizei“

Die Teilnehmer der Grünen Jugend folgten laut AfD während der Demonstration am 15. November einem Transparent der linksextremen „Interventionistischen Linken“ (IL). Die IL zählt zu den einflußreichsten und mobilisierungsstärksten linksextremen Bündnissen in Deutschland. Vor zwei Jahren war sie maßgeblich für die schweren Ausschreitungen währende des G20-Gipfels in Hamburg verantwortlich. 

Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Ganz Hamburg haßt die Polizei“ und „BRD Bullenstaat, wir haben dich zum Kotzen satt“. An der Kundgebung gegen das neue Polizeigesetz nahmen laut Sicherheitsbehörden etwa 2.200 Personen teil. Während sich der Demonstrationszug durch die Innenstadt bewegte, wurden Polizisten mit Pyrotechnik beworfen. Verletzt wurde niemand. Rund 1.400 Beamte aus ganz Norddeutschland waren im Einsatz.

Im November vergangenen Jahres hatte der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Hess ein Verbot der IL gefordert. Die Sicherheitsbehörden warnten zudem davor, daß die Gruppierung die Klimaproteste der „Fridays-For-Future“-Bewegung kapern könnte. (ag)

Teilnehmer der Demonstration gegen das Polizeigesetz in Hamburg Foto: Screenshot/ AfD Hamburg

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