Seit Jahren werden Rettungskräfte immer häufiger Ziel von Angriffen Foto: picture alliance/Felix Hörhager/dpa
Gewalt gegen Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrleute

Angriffe auf Rettungskräfte nehmen zu

BERLIN. Die Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte haben seit 2011 kontinuierlich zugenommen. Hatte es 2011 33.296 Angriffe auf Polizisten und Sanitäter gegeben, wurden sechs Jahre später 40.379 Fälle registriert, wie aus einer Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Stephan Brandner hervorgeht. Auffallend sei der Anstieg der Übergriffe von 2015 zu 2016, als die Zahl um knapp 4.000 Vorfälle auf 40.263 anwuchs.

Die Beteiligung nichtdeutscher Tatverdächtiger stieg während des Zeitraums von 19,8 Prozent auf 30,5 Prozent. Brandner nannte die Zahlen alarmierend. Er betonte, der Ausländeranteil der Verdächtigen sei innerhalb von sechs Jahren um 54 Prozent gestiegen, „und das bei einem Ausländeranteil von 11,7 Prozent an der Gesamtbevölkerung“. Demnach erhöhte sich ihre Zahl von 5.746 mutmaßlichen Tätern im Jahr 2011 auf 10.794.

Justiz in Nordrhein-Westfalen reagiert

Im vergangenen Januar reagierte die Justiz in Nordrhein-Westfalen und bündelte Verfahren wegen Angriffen auf Amtspersonen. Drei Sonderdezernate behandeln seitdem diese Fälle.

Anfang 2018 hatte die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, Polizisten, Feuerwehrleute, Sanitäter und Ärzte aufgefordert, Angriffe auf sie zu veröffentlichen. Die Betroffenen sollten sich trauen, die Schweigespirale zu durchbrechen. (ag)

Seit Jahren werden Rettungskräfte immer häufiger Ziel von Angriffen Foto: picture alliance/Felix Hörhager/dpa

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