Razzia

Behörden gehen gegen osteuropäische Sozialbetrüger vor

BONN. Der Zoll ist mit einer großangelegten Razzia gegen Sozialleistungsbetrüger in Gelsenkirchen, Dortmund und Duisburg vorgegangen. Am frühen Dienstag morgen kontrolliert die Behörde Arbeitgeber sowie private Immobilien, in denen vorwiegend südosteuropäische Staatsbürger leben.

„Kriminelle Banden versprechen Menschen in Rumänien und Bulgarien ein besseres Leben in Deutschland“, sagte der Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Thomas Kutschaty (SPD). Sie besorgten Zuwanderern aus solchen Ländern gefälschte Arbeitspapiere und täuschten so einen Anspruch auf Sozialleistungen vor, die sie ausschließlich selbst abkassierten. „Diese kriminellen Strukturen brechen wir gemeinsam mit den Behörden im Bund und in den Kommunen auf“, erklärte Kuschatzky weiter.

Bereits die zweite Kontrollaktion

Der Vizepräsident der Generalzolldirektion, Hans Josef Haas, sagte: „Sozialmißbrauch und Schwarzarbeit gehen oft Hand in Hand. Das ist für uns kein Kavaliersdelikt – im Gegenteil. Dadurch würden „unsere Sozialsysteme und Steuergerechtigkeit in Deutschland geschädigt“. Er sprach von „kriminellen Strukturen“, die man im Auge behalten müsse. Bei der Durchsuchung handelt es sich nach Angaben der Generalzolldirektion bereits um die zweite dieser Art binnen drei Monaten. (tb)

Zollrazzia in Frankfurt Foto: picture alliance / dpa

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