Osmanen Germania
Osmanen Germania: Polizeieinsatz in Neuss Foto: dpa
Osmanen Germania

Türkische Rockerclubs breiten sich aus

DÜSSELDORF. Die Ausbreitung der türkischen Rockergruppe „Osmanen Germania“ in Deutschland bereitet der Polizei zunehmend Kopfzerbrechen. „Sie haben bundesweit bereits 20 Charter, davon acht in Nordrhein-Westfalen“, sagte der für Organisierte Kriminalität zuständige Kriminaldirektor im nordrhein-westfälischen Landeskriminalamt, Dietmar Kneib, der Rheinischen Post.

„Daß sie so strukturiert vorgehen und in der Kürze der Zeit so expandieren, ist ungewöhnlich“, warnte Kneib. Hintergrund ist offenbar ein Streit innerhalb der Hells Angels. Diese hatten beschlossen, auch Einwanderer aufzunehmen, was nun jedoch innerhalb der Gruppierung auf Widerstand stößt.

Großeinsatz der Polizei in Neuss

Wer hinter den „Osmanen Germania“ steckt, wollte Kneib nicht sagen. Es gibt laut der Rheinischen Post jedoch die Vermutung, die frühere Hells-Angels-Größe Necati Arabaci könnte in die Gründung involviert sein. „Wir gehen davon aus, daß die Osmanen sich Marktanteile sichern wollen an den illegalen Geschäften der Rocker“, sagte Kneib.

Zuletzt hatten die Türken-Rocker Anfang der vergangenen Woche in Neuss für Aufsehen gesorgt. Rund 80 Anhänger hatten sich in der Innenstadt versammelt, um ein Gruppenfoto zu schießen. Die Polizei war mit rund 200 Beamten im Einsatz. (ho)

Osmanen Germania: Polizeieinsatz in Neuss Foto: dpa

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