Thomas de Maizière
Thomas de Maizière: Geld für ausreisende Asylbewerber? Foto: dpa
Besuch in Kabul

De Maizière fordert Finanzhilfen für rückkehrwillige Afghanen

KABUL. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, rückkehrwillige afghanische Asylbewerber finanziell zu unterstützen. Möglich seien etwa Startguthaben, um sich wieder ein Leben im Land aufzubauen, sagte der CDU-Politiker am Montag bei einem Besuch in Afghanistan.

Zugleich kritisierte er den hohen Anteil von Afghanen unter den Asylsuchenden in Deutschland. „In Afghanistan werden von Schleusern Gerüchte über paradiesische Zustände in Deutschland gestreut, um Geschäfte zu machen. Das alles wollen wir nicht.“ Es könne nicht sein, daß zahlreiche junge Menschen das Land verließen, nur weil sie auf eine wirtschaftlich bessere Zukunft in um in Deutschland hofften.

12.000 afghanische Asylbewerber in wenigen Tagen

Zwar sei die Sicherheitslage in Afghanistan „kompliziert“, aber es handele sich um ein „großes Land“, in dem es „unsichere und sichere Gebiete“ gebe. Die meisten Afghanen kämen nicht in die Bundesrepublik, weil sie um ihre Sicherheit fürchteten, betonte der Innenminister. Bis zum 18. Januar registrierten die Behörden in diesem Jahr etwa 12.000 afghanische Asylbewerber.

Überschattet wurde der Besuch von einem Selbstmordanschlag auf den Zoo in Kabul. Ziel war eine Polizeistation vor dem Gelände. Laut ersten Berichten wurden dabei mindestens zehn Menschen getötet und 20 verletzt. (ho)

Thomas de Maizière: Geld für ausreisende Asylbewerber? Foto: dpa

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