Christean Wagner (CDU): Kritik am EKD-Ratsvorsitzenden wegen Islam-Verharmlosung Foto: picture alliance / ZB
Verharmlosung islamischer Gewalt

CDU-Politiker kritisiert EKD-Ratsvorsitzenden

WIESBADEN. Der CDU-Politiker Christean Wagner hat dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, die Verharmlosung islamischer Gewalt vorgeworfen. In einem Brief an den bayerischen Landesbischof kritisierte der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag dessen Äußerungen zu Islam und Terrorismus als „unpräzise“ oder „banal“, wie die evangelische Nachrichtenagentur idea berichtet.

Bedford-Strohm hatte im evangelischen Monatsmagazin Chrismon vor einer pauschalen Verunglimpfung und Bekämpfung des Islam gewarnt. „Unsere Vision ist die einer Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Prägung friedlich und tolerant miteinander leben“, heißt es in dem Beitrag „Mit Leidenschaft plural“: „Alle Religionen und Weltanschauungen, die diesen übergreifenden Konsens teilen, gehören zu uns.“

Wo bleibt der Aufschrei hier tätiger Imame?

Es sei „banal“ festzustellen, die Mehrheit der in Deutschland lebenden Moslems sei friedliebend, schreibt Wagner in den Brief an den Theologen. „Wahr ist aber auch, daß weltweit und in Europa zahlreiche Terroristen sich auf den Islam berufen. Wenn Islamisten im Namen Allahs Christen ermorden, wäre ein hörbarer Aufschrei der hier tätigen Imame und Moscheegemeinden ein notwendiger Beitrag zum Zusammenrücken gegen Terror und Gewalt.“

Wer dagegen bei jeder Untat, die radikale Moslems begehen, reflexhaft Christen davor warne, den Islam pauschal zu verurteilen, ignoriere die Ängste der Bürger, kritisiert das langjährige Mitglied des Lutherischen Senats der EKD: „Er erweckt den absurden Eindruck, den Islam vor Christen schützen zu müssen.“ Von dem höchsten Repräsentanten der EKD wünschte sich Wagner „mit Leidenschaft Christ“ anstatt „mit Leidenschaft plural“ zu sein. (FA)

Christean Wagner (CDU): Kritik am EKD-Ratsvorsitzenden wegen Islam-Verharmlosung Foto: picture alliance / ZB

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