Markus Krall Freiheit oder Untergang
Wahlplakat
Wahlplakat: Kritik an den BiW Foto: Screenshot Youtube/Radio Bremen

Bremen
 

Empörung über „Bürger in Wut“

BREMEN. Die Wählervereinigung „Bürger in Wut“ (BIW) hat mit einem Plakat zu kriminellen, jugendlichen Asylbewerbern in Bremen für Empörung gesorgt. Politiker von CDU, Grünen, SPD und Linkspartei warfen den BIW „Rassismus“ und „Menschenfeindlichkeit“ vor.

Die Plakate mit der Aufschrift „Vollzug statt schöner Wohnen“ hängen unter anderem vor einer Unterkunft für kriminelle Asylsuchende im Bremer Stadtteil Blumenthal. Der CDU-Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft, Rainer Bensch, sagte, derartige Wahlwerbung habe „in einer Demokratie nichts zu suchen“.

Asylsuchende halten Bremen in Atem

Ortsamtsleiter Peter Nowack (SPD) sagte über die BIW: „Ich habe von denen nichts anderes erwartet, als daß sie genau zeigen, was sie in Wirklichkeit sind: Menschenverachtende Typen, die in der Politik nichts zu suchen haben.“ Ähnlich äußerten sich auch Grüne und Linkspartei. Die Forderung, die Plakate zu entfernen, lehnte die BIW ab.

In Bremen tobt bereits seit Wochen ein Streit um sogenannte „unbegleitete jugendliche Flüchtlinge“. Eine etwa 20köpfige Gruppe von ihnen fällt bereits seit Monaten mit Straftaten in der Hansestadt auf. Erst im Februar attackierten zehn bis 15 von ihnen mehrere Polizisten. Die Einsatzkräfte wurden geschlagen, gebissen und bespuckt.

Die Beamten mußten Spuckschutzhauben aufsetzen. Insgesamt wurden sechs Asylsuchende festgenommen und später dem Jugendnotdienst übergeben. Dort können sie jedoch nur kurzzeitig festgehalten werden. Zudem kommt es in den Heimen immer wieder zu Übergriffen auf Betreuer. Im vergangenen Jahr wurde zudem ein 16jähriger von den unbegleiteten Asylbewerbern ermordet. (ho)

Wahlplakat: Kritik an den BiW Foto: Screenshot Youtube/Radio Bremen
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