Stasi-Unterlagenbehörde

CDU weist Chef der Bundeszentrale für politische Bildung zurecht

BERLIN. Die CDU hat den Chef der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger (SPD), wegen dessen Äußerungen zur Stasi-Unterlagenbehörde gerügt. „Vorschnelle Forderungen nach einer frühen Schließung der Stasi-Unterlagenbehörde und Übernahme ihrer besonderen Aufklärungsaufgaben durch die Bundeszentrale für politische Bildung greifen zu kurz“, sagte der kulturpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Marco Wanderwitz (CDU).

Angesichts des 25jährigen Jubiläumsjahrs des Mauerfalls sei dies ein „falsches Signal“. Wanderwitz betonte, die Union halte „mittelfristig an der Notwendigkeit der Arbeit der Stasi-Unterlagenbehörde fest“. Diese sei für die Aufarbeitung der DDR-Diktatur „unerläßlich“. Bis 2019 sei die Arbeit der Einrichtung gesichert.

Krüger hatte sich dafür ausgesprochen, die Stasi-Unterlagenbehörde zu schließen. „Man braucht keine eigene Behörde“, sagte Krüger der Mitteldeutschen Zeitung. „Es gibt sehr viele hochkompetente zeitgeschichtliche Institute, die diese Aufgabe wahrnehmen können.“ Zudem sei die DDR-Geschichte bereits ausgiebig erforscht. „Manche Sachverständige sagen sogar, die DDR sei überforscht“, betonte der SPD-Politiker. (ho)

Stasi-Akten in Berlin: Existenz vorerst gesichert Foto: picture alliance/dpa

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