600px-I.n.s._dolfin-03

Rüstungsgeschäft
 

Bundesregierung unterstützt U-Boot-Kauf Israels

600px-I.n.s._dolfin-03
Israelisches U-Boot vom Typ „Dolphin“ Foto: Wikipedia/shlomiliss (CC-Lizenz) https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

HAMBURG. Die Bundesregierung will Israel beim Kauf eines U-Boots vom Typ „Dolphin“ offenbar finanziell stark unterstützen. Nach einem Bericht des Spiegels wird der Bund etwa ein Drittel des Kaufpreises übernehmen und sich in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 135 Millionen Euro an dem Rüstungsgeschäft beteiligen.

Im Entwurf für den Bundeshaushalt 2012 werde der Kostenpunkt als „Beitrag zur Beschaffung von Verteidigungssystemen für Israel“ ausgewiesen. Die U-Boote der „Dolphin“-Klasse können auch mit atomaren Sprengköpfen nachgerüstet werden.

Deutschland lieferte bereits fünf U-Boote

Deutschland hat bereits seit Ende der Neunziger Jahre fünf U-Boote an Israel geliefert. Die ersten beiden bezahlte die Bundesregierung vollständig, bei den nächsten zwei übernahm sie ein Drittel des Kaufpreises in Höhe von maximal 333 Millionen Euro. Über den Kauf des sechsten U-Boots soll Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) vergangene Woche Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak gesprochen haben.

Laut dem Spiegel geht aus einer vertraulichen Depesche der amerikanischen Botschaft in Tel Aviv hervor, daß die Lieferung solcher Rüstungsgüter als Wiedergutmachung für Verbrechen der Nationalsozialisten angesehen werden. (krk)

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen