Linkspartei fordert 8. Mai als gesetzlichen Gedenktag

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Abzeichen der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft in der DDR: „Tag des Sieges der Völker der UdSSR über den Hitlerfaschismus“ Foto: Wikimedia/Flaggenkurier

BERLIN. Die Fraktion der Linkspartei im Bundestag hat gefordert, dem 8. Mai „als Tag der Befreiung den Status eines gesetzlichen Gedenktages“ zu verleihen. Damit könne ein „Datum von so herausragender historischer Bedeutung angemessen gewürdigt werden“.

In einem entsprechenden Antrag, der am Dienstag im Bundestag verhandelt wird, heißt es, der bevorstehende 65. Jahrestag des Kriegsendes sei der geeignete Anlaß für eine solche Aufwertung.

Streitbare öffentliche Diskussionen

Nach Ansicht der Linkspartei war der 8. Mai „für Millionen Menschen ein Tag der Hoffnung und Zuversicht“. Allerdings sei diese Bewertung bis heute umstritten, werde „seine Bedeutung als Tag der Befreiung nicht allgemein anerkannt“.

Daraus ergebe sich jedoch die Chance, einen „lebendigen Gedenktag zu etablieren, der sich nicht in Symbolen und Ritualen erschöpft, sondern zu streitbaren öffentlichen Diskussionen Anlaß gibt“, heißt es in dem Antrag.

In der DDR wurde der 8. Mai offiziell als „Tag der Befreiung und Tag des Sieges der Völker der UdSSR über den Hitlerfaschismus“ begangen. Derzeit ist er nur in Mecklenburg-Vorpommern ein gesetzlicher Gedenktag. (vo)

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