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Linksextreme drohen Polizisten zu erschießen

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Fadenkreuz: In Leipzig drohen Linksextreme, Polizisten zu erschießen Foto: Wikipedia/Kapege.de

LEIPZIG/BERLIN. Eine Vereinigung mit dem Namen „Militante Gruppe Leipzig“ hat gedroht, Polizisten zu erschießen. Gleichzeitig bekannte sich die Gruppe zu einem Brandanschlag auf ein Fahrzeug im Südosten Leipzigs.

Man „habe die Kiste durch Einwerfen mittels Pflasterstein zunächst geöffnet und anschließend einen brennbaren Gegenstand in den Bonzenkarren geworfen“, hieß es in einem im Internet veröffentlichten Bekennerschreiben. Die Täter hatten den BMW-Geländewagen am frühen Sonntagmorgen in Brand gesteckt. Es entstand Totalschaden.

In ihrem Bekennerschreiben kündigte die Gruppierung an, auch Polizeifahrzeuge in Brand zu setzen, sobald sich die Gelegenheit ergebe. „Sollten uns Bullen daran hindern, werden sie mittels Schußwaffen niedergeschossen. Bulle: Sei auf der Hut!“ so die Drohung der Gruppe.

Die Leipziger Polizei sagte gegenüber der JUNGEN FREIHEIT, man nehme die in dem Bekennerschreiben enthaltenen Drohungen sehr ernst: „Es wurde angewiesen, verstärkt auf Eigensicherung zu achten. Zudem sollen unsere Fahrzeuge so abgestellt werden, daß sie keine Gelegenheit für Anschläge bieten“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Polizei prüft weiter Anschläge

Das Schreiben der „Militanten Gruppe Leipzig“ hält die Polizei für authentisch. „Wer so etwas so kurze Zeit nach dem Brand veröffentlicht, muß schon etwas damit zu tun haben“, sagte der Polizeisprecher. Das Bekennerschreiben war nach Erkenntnis der Polizei zweieinhalb Stunden nach dem Brandanschlag auf den BMW auf dem linksextremen Internetportal „Indymedia“ veröffentlicht worden.

Wie die Polizei bestätigte, prüfe sie derzeit auch weitere Bekennerschreiben der „Militanten Gruppe Leipzig“. Diese gab an, für zwei weitere Brandanschlägen vor knapp zwei Wochen im Leipziger Südosten verantwortlich zu sein. Dabei waren ein Cabriolet in einer Tiefgarage sowie ein Sattelschlepper, auf dem sich zwei neue Polizeiwagen befanden, angezündet worden.

Unterdessen reißt auch die Serie von linksextremen Anschlägen in Berlin nicht ab: Unbekannte verübten in der Nacht zu Dienstag einen Anschlag auf das Gebäude des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin-Wilmersdorf.

Wie die Polizei auf Anfrage der JF bestätigte, entzündeten die Täter Gaskartuschen an der Tür des Gebäudes. Durch die Explosion wurde der Eingang beschädigt. Da die Polizei ein politisches Motiv hinter der Tat vermutet, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Anschläge wegen Polizeikongreß 

Bereits in der Nacht zu Montag hatten Unbekannte einen Anschlag auf das Gebäude einer Softwarefirma in Berlin-Mitte verübt. Die Täter bewarfen die Fassade des Firmensitzes mit Steinen und Farbe. Laut Polizei begründete eine „linksextreme Gruppierung“ den Anschlag in einem Bekennerschreiben damit, daß die Softwarefirma auf dem am Dienstag in Berlin beginnenden Polizeikongreß mit „Vortrag, Präsentation und Informationsstand“ vertreten sei.

Zuvor waren in der Nacht zu Freitag in den Bezirken Reinickendorf und Pankow zwei Fahrzeuge in Brand gesteckt worden. Laut Polizei bekannte sich eine Gruppe mit dem Namen „Autonome“ zu den Brandanschlägen.

Die Fahrzeuge hätten einem Unternehmen gehört, das den Polizeikongreß maßgeblich mitgestaltn und Projekte unterstütze, die „Natur und Menschen zerstören“, hieß es in dem Bekennerschreiben. In beiden Fällen hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. (krk)

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