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Integration
 

De Maizière geißelt Multikulti-Illusionen in Berlin

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Zuwanderer in Berlin-Neukölln Foto: RG

BERLIN. Bundesinnenminister Thomas de Mazière (CDU) hat dem Berliner Senat Versäumnisse bei der Integration vorgeworfen. „Eine so starke Ausprägung von Parallelgesellschaften und eine so große Konzentration von Migranten mit mäßigem Integrationswillen findet man nirgendwo anders“, sagte er in einem Tagesspiegel-Interview. Diese Fehlentwicklungen gäbe es „nur in Berlin“.

Andere Städte mit vergleichbar hohen Ausländeranteil hätten ihre Probleme besser gelöst, so de Maizière. Als Beispiele nannte er Stuttgart, München und Köln. Auf die Frage, woran das liege, antwortete er: „Die Multikulti-Illusion war in Berlin immer besonders stark verbreitet.“ Rot-Grün und die Linke hätten die Illusion gehabt, daß sich aus dem ungeordneten Nebeneinander verschiedener Kulturen ein friedliches Zusammenleben von ganz allein entwickeln würde.

Berlin diskriminiert Deutsche

Berlin hat einen offiziellen Ausländeranteil von 13,7 Prozent. Inzwischen gibt es aber auch eine beinahe genau so große Anzahl von eingebürgertem Ausländern. Der Prozentsatz der Berliner mit nichtdeutscher Herkunft ist daher deutlich höher. Er liegt bei etwa 25 Prozent.

Noch in diesem Jahr will der Berliner Senat ein Integrationsgesetz beschließen lassen. Mit diesem deutschlandweit einmaligen Gesetz können unter anderem ausländische Bewerber bei der Stellenvergabe im öffentlichen Dienst bevorzugt werden.(rg)

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