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Stasi-Vergangenheit
 

Abgeordnete der Linkspartei legt wegen Stasi-Vergangenheit Mandat nieder

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Renate Adolph Foto: Landtag Brandenburg

POTSDAM. Die rot-rote Koalition in Brandenburg kommt nicht zur Ruhe. Nach mehreren Stasi-Vorwürfen gegen Abgeordnete der Linkspartei in den vergangenen Wochen gestand mit Renate Adolph am Montag ein weiteres Mitglied der Linksfraktion ein, für die Stasi gearbeitet zu haben.

Die 55 Jahre alte Abgeordnete und frühere DDR-Journalistin räumte ein, als junge Frau für die Hauptverwaltung Aufklärung, den Auslandsnachrichtendienst des Ministeriums für Staatssicherheit, gearbeitet zu haben. Als Konsequenz legte Adolph ihr Landtagsmandat nieder. Sie bedauere, daß sie bisher nicht die Kraft gehabt habe, ihre Partei über ihre Stasi-Vergangenheit zu informieren, sagte die Linken-Politikerin.

Vize-Präsidentin des Landtags tritt zurück

Gleichzeitig trat am Montag die bisherige Vize-Präsidentin des Landtages, Gerlinde Stobrawa, von ihrem Amt zurück. Anders als ihre Parteifreundin Adolph will die Abgeordnete der Linkspartei jedoch ihr Landtagsmandat behalten. Der Spiegel hatte in der vergangenen Woche Stobrawas Zusammenarbeit mit der Stasi aufgedeckt. Die Politikerin soll noch bis kurz vor dem Mauerfall Kollegen bespitzelt haben.

Mit den zwei jüngsten Fällen ist bislang von sechs der insgesamt 26 Abgeordneten der Linksfraktion bekannt, daß sie für die Stasi tätig waren. Neben der Fraktionsvorsitzenden Kerstin Kaiser arbeiteten auch der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Gerd Rüdiger Hoffmann, der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Hans-Jürgen Scharfenberg, sowie der Abgeordnete Axel Henschke mit der Stasi zusammen. (krk)

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