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Krieg im Iran: Trump will Militärpräsenz zurückfahren und Hormus anderen überlassen

Krieg im Iran: Trump will Militärpräsenz zurückfahren und Hormus anderen überlassen

Krieg im Iran: Trump will Militärpräsenz zurückfahren und Hormus anderen überlassen

Ist sauer auf die Nato-Partner: US-Präsident Donald Trump. Foto: picture alliance / CNP / AdMedia | CNP / AdMedia
Ist sauer auf die Nato-Partner: US-Präsident Donald Trump. Foto: picture alliance / CNP / AdMedia | CNP / AdMedia
Ist sauer auf die Nato-Partner: US-Präsident Donald Trump. Foto: picture alliance / CNP / AdMedia | CNP / AdMedia
Krieg im Iran
 

Trump will Militärpräsenz zurückfahren und Hormus anderen überlassen

Die USA wollen ihre Militärpräsenz im Iran-Konflikt bald zurückfahren. Präsident Trump stellt klar, dass andere Staaten die Straße von Hormus dann sichern sollen, da die Vereinigten Staaten sie selbst nicht einmal nutzen würden.
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TEHERAN/WASHINGTON. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die amerikanische Militärpräsenz im Krieg mit dem Iran möglicherweise bald zurückzufahren und zugleich eine neue Linie formuliert: Die Sicherung der Straße von Hormus sollen künftig andere Staaten übernehmen.

„Die Straße von Hormus wird von den Nationen gesichert werden müssen, die sie nutzen – die Vereinigten Staaten tun das nicht“, erklärte Trump vor Journalisten.

Die USA seien lediglich bereit zu helfen, „wenn wir gefragt werden“. Zugleich betonte er, man stehe kurz davor, die eigenen militärischen Ziele gegen den Iran zu erreichen, weshalb ein „Herunterfahren“ der Einsätze geprüft werde. Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Engpässen des Welthandels. Über die Meerenge zwischen Iran und Oman wird ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Flüssiggastransports abgewickelt. Entsprechend groß ist das Interesse vieler Industriestaaten an einer offenen Passage. Vor allem asiatische Volkswirtschaften wie China, Indien oder Japan sind in hohem Maß auf Energieimporte aus der Golfregion angewiesen. Europa ist ebenfalls betroffen, allerdings vor allem indirekt über Preisentwicklungen auf den Energiemärkten.

Trump wütet über „Feiglinge“ in der Nato

Vor diesem Hintergrund bedeutet Trumps Vorstoß, dass die Verantwortung für die Sicherung der Route stärker auf jene Staaten verlagert werden soll, die sie wirtschaftlich nutzen. Die USA signalisieren zugleich, dass sie sich künftig nicht mehr in gleicher Weise selbst an der Absicherung beteiligen wollen, sondern allenfalls unterstützend tätig werden.

picture-alliance/ dpa-infografik | dpa-infografik
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Zuvor hatte Trump den Druck auf die Verbündeten erhöht. Er beschimpfte die Nato-Partner als „Feiglinge“ und erklärte, das Bündnis sei ohne die USA „ein Papiertiger“. Anlass war die Weigerung Deutschlands und weiterer Staaten, sich militärisch an einer Absicherung der Straße von Hormus zu beteiligen.

Trump hatte die Öffnung der Route als „einfachen militärischen Schritt“ mit „geringem Risiko“ bezeichnet und den Verbündeten vorgeworfen, einen „sehr dummen Fehler“ zu begehen. Man werde sich diese Haltung „merken“, drohte er. (rr)

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