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Umfrage: Manager wollen mehr Zusammenarbeit mit der AfD

Umfrage: Manager wollen mehr Zusammenarbeit mit der AfD

Umfrage: Manager wollen mehr Zusammenarbeit mit der AfD

Der 15. Bundesparteitag der AfD läuft wie ein Uhrwerk. Vom Krieg im Vorfeld ist kaum etwas zu spüren. Die Delegierten setzen auf Disziplin. Nur ein Problem konnte die Alternative bisher nicht losrütteln. Eine erste Einschätzung von Christian Vollradt. Die neuen alten Bundessprecher der AfD Alice Weidel und Tino Chrupalla: Der Parteitag verlief bisher reibungslos Foto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Der 15. Bundesparteitag der AfD läuft wie ein Uhrwerk. Vom Krieg im Vorfeld ist kaum etwas zu spüren. Die Delegierten setzen auf Disziplin. Nur ein Problem konnte die Alternative bisher nicht losrütteln. Eine erste Einschätzung von Christian Vollradt. Die neuen alten Bundessprecher der AfD Alice Weidel und Tino Chrupalla: Der Parteitag verlief bisher reibungslos Foto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Erhalten immer mehr Zuspruch aus der Wirtschaft: Die Bundessprecher der AfD Alice Weidel und Tino Chrupalla: Foto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
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Manager wollen mehr Zusammenarbeit mit der AfD

Deutschlands Wirtschaftselite verliert das Vertrauen in Schwarz-Rot. Eine Umfrage zeigt: Viele Manager wollen einen neuen Umgang mit der AfD, der sie zunehmend wirtschaftspolitische Kompetenz zuschreiben.
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BERLIN. Eine Mehrheit deutscher Top-Manager hat sich für einen pragmatischeren Umgang mit der AfD ausgesprochen. Laut einer befürworten sieben Prozent 49 Prozent eine punktuelle Zusammenarbeit. Insgesamt plädieren 56 Prozent für eine stärkere Öffnung gegenüber der Partei. 42 Prozent lehnen dies ab.

Damit unterscheidet sich die Haltung der Wirtschaftselite deutlich von jener politischer Entscheidungsträger. Unter Spitzenpolitikern lehnen 78 Prozent eine Zusammenarbeit mit der Partei ab.

Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen hat sich laut der Allensbach-Umfrage zugleich deutlich verschlechtert. 69 Prozent der Top-Manager zeigen sich enttäuscht von der schwarz-roten Bundesregierung. Im Herbst lag dieser Wert noch bei 62 Prozent. Zufrieden sind nur noch 21 Prozent. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht zunehmend in der Kritik. 53 Prozent der Führungskräfte äußern sich unzufrieden mit seiner Arbeit, während 41 Prozent weiterhin Zustimmung signalisieren.

Der AfD wird Wirtschaftskompetenz zugeschrieben

Politikwissenschaftler führen die Entwicklung auf eine veränderte strategische Bewertung zurück. „Solche Umfrage-Ergebnisse sind zu erklären vor dem Hintergrund der Normalisierung der Partei. Die Wirtschaft positioniert sich hier strategisch“, sagte die Kieler Professorin Paula Diehl.

Die Gießener Politologin Dorothée de Nève verweist zudem auf wirtschaftspolitische Schnittmengen. „Die AfD tritt für Steuersenkungen ein und steht für eine Umverteilung von unten nach oben. Die Paradoxie besteht darin, dass viele ihrer Wähler von dieser Agenda nicht profitieren.“

Der Mainzer Parteienforscher Jürgen Falter sieht in der Wirtschaft eine stärker nutzenorientierte Sichtweise. Manager seien „pragmatischer und weniger von Weltanschauung geleitet“. Die Überlegung dahinter: Wenn ein erheblicher Teil der Wähler AfD unterstützt, lasse sich diese politische Kraft nicht dauerhaft aus Entscheidungsprozessen ausschließen. Auch Datenanalysen deuten auf eine Verschiebung hin. So wird der AfD zunehmend wirtschaftspolitische Kompetenz zugeschrieben. (rr)

Erhalten immer mehr Zuspruch aus der Wirtschaft: Die Bundessprecher der AfD Alice Weidel und Tino Chrupalla: Foto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
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