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Stichwahl erreicht: Portugals konservativer Kandidat erringt Achtungserfolg bei Präsidentschaftswahl

Stichwahl erreicht: Portugals konservativer Kandidat erringt Achtungserfolg bei Präsidentschaftswahl

Stichwahl erreicht: Portugals konservativer Kandidat erringt Achtungserfolg bei Präsidentschaftswahl

Das Bild zeigt den konservativen portugiesischen Politiker André Ventura. Er wurde Zweiter bei den Präsidentschaftswahlen Mitte Januar.
Das Bild zeigt den konservativen portugiesischen Politiker André Ventura. Er wurde Zweiter bei den Präsidentschaftswahlen Mitte Januar.
Chega-Chef André Ventura: Portugal wählt konservativen Kandidaten in die Stichwahl. Foto: picture alliance / Anadolu | Zed Jameson
Stichwahl erreicht
 

Portugals konservativer Kandidat erringt Achtungserfolg bei Präsidentschaftswahl

Portugal hat gewählt – und folgt dem europaweiten Rechts-Trend. Der konservative Kandidat André Ventura erreicht als zweitstärkste Kraft die Stichwahl. Das Zwei-Parteien-System im Land bröckelt zunehmend.
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PORTO. In Portugal hat es der Chef der konservativen Partei Chega, André Ventura, in die Stichwahl um das Amt des Präsidenten geschafft. Ventura erhielt bei der ersten Wahlrunde etwa 23,5 Prozent der Stimmen und ist damit zweitplatziert hinter dem sozialistischen Kandidaten António José Seguro, der auf etwa 31 Prozent kam. Somit erreichte keiner der insgesamt elf Kandidaten eine absolute Mehrheit, die Stichwahl zwischen Ventura und Seguro wird voraussichtlich am 8. Februar stattfinden.

Die konservative Chega ist eine junge Partei, sie existiert erst seit 2019. Im vergangenen Jahr, bei der Wahl des portugiesischen Parlaments, gelang ihr ihr bisher größter Erfolg: sie wurde erstmals zweitstärkste Kraft. Parteichef Ventura lobt sich selbst dafür, das Zwei-Parteien-System in dem südeuropäischen Staat überwunden zu haben.

Präsidentschaft Venturas gilt als unwahrscheinlich

Der jüngste Wahlerfolg gibt ihm recht. Bei der Wahl am Sonntag ging es um einen Nachfolger von Marcelo Rebelo de Sousa, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren durfte. Seine Partei, die liberalkonservative PSD, die im EU-Parlament wie auch die deutsche CDU der EVP angehört, wurde dieses Mal nur fünfstärkste Kraft – mit etwa elf Prozent der Stimmen.

Eine Wahl des Chega-Kandidaten zum Präsidenten gilt dennoch als unwahrscheinlich: Laut einer aktuellen Umfrage wollen etwa 60 Prozent der Portugiesen bei einer Stichwahl auf keinen Fall für den konservativen Kandidaten Ventura stimmen.

Die Wahlbeteiligung am Sonntag lag bei 52 Prozent. (st)

Chega-Chef André Ventura: Portugal wählt konservativen Kandidaten in die Stichwahl. Foto: picture alliance / Anadolu | Zed Jameson
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