NEW YORK. Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat bei seinem Amtsantritt als erster Politiker der Vereinigten Staaten seinen Eid auf den Koran ‒ statt der Bibel ‒ abgelegt. „Das ist wirklich eine Ehre und ein Privileg, das man nur einmal im Leben bekommt“, sagte der 34jährige, der die Bürgermeisterwahl im vergangenen November als Kandidat der Demokratischen Sozialisten gewonnen hatte, wie US-Medien berichten.
Der erste muslimische Bürgermeister New Yorks verwendete drei verschiedene Versionen des Korans: Darunter den seines Großvaters und ein Exemplar, welches dem schwarzen Schriftsteller und Historiker Arturo Schomburg gehörte und von der New York Public Library ausgeliehen wurde.
Im Oktober hatte Mamdani Kritik auf sich gezogen, nachdem er sich mit dem islamistischen Prediger Siraj Wahhaj zu einem Gespräch getroffen und für ein Foto posiert hatte. Wahhaj vertritt unter anderem die Ansicht, daß das islamische Recht, die Scharia, über den Gesetzen der liberalen Demokratie stehen sollte. Mamdani kommentierte das Treffen damals mit den Worten: „Der Traum jedes Muslims ist es, einfach wie jeder andere New Yorker behandelt zu werden, doch viel zu lange wurde uns gesagt, wir sollten weniger verlangen und uns mit dem Wenigen zufrieden geben, das wir bekommen.“ (lb)






