Anzeige
Anzeige

Ansage aus dem Pentagon: Kriegsminister Hegseth droht Iran – und attackiert Europäer

Ansage aus dem Pentagon: Kriegsminister Hegseth droht Iran – und attackiert Europäer

Ansage aus dem Pentagon: Kriegsminister Hegseth droht Iran – und attackiert Europäer

Pete Hegseth spricht am Rednerpult im Pentagon und zeigt mit dem Finger ins Publikum, neben ihm steht Generalstabschef Dan Caine; im Vordergrund heben Journalisten die Hände. Kontext: Pressekonferenz zu den US-Militäroperationen gegen den Iran in Washington. Pete Hegseth bei der Pressekonferenz im Pentagon: Der US-Verteidigungsminister verteidigt die Angriffe auf den Iran und kündigt weitere Schritte an. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Mark Schiefelbein
Pete Hegseth spricht am Rednerpult im Pentagon und zeigt mit dem Finger ins Publikum, neben ihm steht Generalstabschef Dan Caine; im Vordergrund heben Journalisten die Hände. Kontext: Pressekonferenz zu den US-Militäroperationen gegen den Iran in Washington. Pete Hegseth bei der Pressekonferenz im Pentagon: Der US-Verteidigungsminister verteidigt die Angriffe auf den Iran und kündigt weitere Schritte an. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Mark Schiefelbein
Pete Hegseth (l.) bei der Pressekonferenz im Pentagon: Der US-Verteidigungsminister verteidigt die Angriffe auf den Iran und kündigt weitere Schritte an. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Mark Schiefelbein
Ansage aus dem Pentagon
 

Kriegsminister Hegseth droht Iran – und attackiert Europäer

Im Pentagon verschärft Pete Hegseth den Ton gegen Teheran und kündigt weitere Schritte an. Vier US-Soldaten sind bereits im Krieg gegen den Iran gefallen. Beim Thema Regimewechsel schlägt er zurückhaltende Töne an – bei den Europäern nicht.
Anzeige

WASHINGTON. US-Kriegsminister Pete Hegseth hat dem Iran nach den amerikanisch-israelischen Angriffen weitere militärische Schritte angedroht und einen harten Kurs bekräftigt. Man habe diesen Krieg nicht begonnen, „aber unter Präsident Trump beenden wir ihn“, sagte Hegseth am Montag bei einer Pressekonferenz im Pentagon. Der Generalstabschef Dan Caine kündigte an, die Operationen würden andauern und weitere Verluste seien möglich.

Die Veteranengeneration des Kriegsministers trage „die Namen von Brüdern, die nie nach Hause kamen. Brüder, abgeschlachtet von Iranern. Tausende von uns“, sagte Hegseth. Wer Amerikaner töte oder bedrohe, werde „ohne Entschuldigung und ohne Zögern gejagt – und wir werden euch töten“. Nach Angaben des US-Zentralkommandos sind inzwischen vier amerikanische Soldaten im Zuge der Kampfhandlungen ums Leben gekommen.

Mit Blick auf die iranische Führung sagte Hegseth, das Regime habe „Tod für Amerika und Tod für Israel“ skandiert und nun „Tod von Amerika und Tod von Israel erhalten“. Es handele sich nicht um einen sogenannten Regimewechselkrieg, „aber das Regime hat sich nun einmal geändert, und die Welt ist dadurch besser dran“.

USA kämpfe „um zu gewinnen“

Zugleich betonte der Minister, Washington habe der früheren Führung in Teheran mehrfach diplomatische Auswege angeboten. Man habe sich „übermäßig bemüht um echte Diplomatie“ und „Weg um Weg zum Frieden“ eröffnet. Das frühere Regime habe jede Gelegenheit gehabt, „eine friedliche und vernünftige Vereinbarung zu treffen“. Man hoffe, daß das iranische Volk diese „unglaubliche Gelegenheit“ nun nutze. An die iranischen Sicherheitskräfte gerichtet sagte Hegseth: „Trefft eine kluge Entscheidung.“

Kritik aus Medien und von linken Politikern wies er zurück. „Hört auf. Das ist nicht der Irak. Das ist nicht endlos. Ich war bei beidem dabei. Unsere Generation weiß es besser.“ Israel verfolge eigene klare Einsätze, für die man dankbar sei. Fähige Partner seien „gute Partner“. Zugleich griff Hegseth traditionelle Verbündete an, die beim Einsatz militärischer Gewalt „pearl clutching“ betrieben – also aus seiner Sicht in demonstrative moralische Entrüstung verfielen und zauderten.

Die USA kämpften, „um zu gewinnen“, und verschwendeten „keine Zeit – oder Leben“. Gleichwohl werde ein Einsatz dieses Umfangs Opfer fordern. „Krieg ist die Hölle und wird es immer sein.“ Zu Details des militärischen Vorgehens und konkreten Operationszielen wollte sich Hegseth nicht äußern. Man werde keine näheren Angaben machen, um dem Iran keine operativen Vorteile zu verschaffen.

Iran dürfe keine Bedrohung mehr darstellen

Auf die Frage nach dem strategischen Ziel sagte der Minister, der Iran dürfe keine Fähigkeit behalten, Macht gegen die USA und ihre Verbündeten auszuüben, „die wir hinnehmen müssen“. Radikale Islamisten dürften „keine Atombombe haben“. Der iranische Luftraum stehe nach Angaben des Generalstabs inzwischen unter Kontrolle der USA.

Amerikanische Bodentruppen im Iran seien derzeit nicht im Einsatz. „Nein“, sagte Hegseth auf die Frage nach „boots on the ground“. Man werde jedoch „so weit gehen, wie es nötig ist, um amerikanische Interessen voranzubringen“. In einem konkreten Fall habe eine Rakete ein taktisches Operationszentrum getroffen. Die Luftverteidigung habe zahlreiche anfliegende Geschosse abgefangen, weitere Gefechte seien jedoch nicht ausgeschlossen. (sv)

Pete Hegseth (l.) bei der Pressekonferenz im Pentagon: Der US-Verteidigungsminister verteidigt die Angriffe auf den Iran und kündigt weitere Schritte an. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Mark Schiefelbein
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles