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De la Espriella gewinnt: Auch Kolumbien wählt einen rechten Präsidenten

De la Espriella gewinnt: Auch Kolumbien wählt einen rechten Präsidenten

De la Espriella gewinnt: Auch Kolumbien wählt einen rechten Präsidenten

Jubel hinter Panzerglas: Kolumbiens frisch gewählter designierter Präsident Abelardo de la Espriella grüßt seine euphorischen Anhänger.
Jubel hinter Panzerglas: Kolumbiens frisch gewählter designierter Präsident Abelardo de la Espriella grüßt seine euphorischen Anhänger.
Jubel hinter Panzerglas: Kolumbiens frisch gewählter designierter Präsident Abelardo de la Espriella grüßt seine euphorischen Anhänger. Foto: picture alliance / AP Photo/Ivan Valencia
De la Espriella gewinnt
 

Auch Kolumbien wählt einen rechten Präsidenten

Südamerika kippt nach rechts. Nun wählen auch die Kolumbianer ihre linke Führung ab. Der von Trump unterstützte Abelardo de la Espriella wird Präsident.
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BOGOTA. Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Rechtsanwalt Abelardo de la Espriella hat die Präsidentschaftswahl in Kolumbien gewonnen. Nach Auszählung von 99,9 Prozent der Stimmen liegt der rechte Kandidat uneinholbar vor, wie die Wahlbehörde mitteilte. Die vor allem jungen Anhänger des Kandidaten feierten den Sieg auf den Straßen der Hauptstadt Bogota mit Nationalfahnen und Autokorsos. Viele hatten Plüsch-Tiger dabei, denn de la Espriella wird „El Tigre“ genannt.

De la Espriella kam in der Stichwahl am Sonntag demnach auf 49,6 Prozent der Stimmen, sein linker Gegenkandidat Iván Cepeda auf 48,7 Prozent. 400.000 Kolumbianer gaben leere Stimmzettel ab, die mitgezählt werden. Daher erreicht keiner ein Ergebnis über 50 Prozent.

Bisher wurde das südamerikanische Land mit seinen 53 Millionen Einwohnern von Gustavo Petro regiert. Er gehört demselben Linksbündnis wie Cepeda an und durfte wegen der gesetzlichen Begrenzung der Amtszeiten nicht noch einmal antreten. Kolumbien ist nach Brasilien das zweitgrößte Land in Südamerika.

Kolumbien soll näher an USA heranrücken

Es folgt einem Trend, der auf dem Kontinent seit Jahren zu beobachten ist. Denn auch die Menschen in Paraguay, Argentinien, Ecuador, Bolivien und Chile wählten zuletzt rechte Kandidaten zu ihren Präsidenten. Auch Peru steht vor einem Wechsel von links nach rechts. Dort wird der Sieg von Keiko Fujimori allerdings noch angefochten.

In Kolumbien warnte der scheidende Präsident Petro davor, bereits einen Sieger auszurufen, weil das Ergebnis zu knapp sei. Die vorläufigen Ergebnisse gelten in Kolumbien allerdings als sehr verlässlich und weichen meist nur geringfügig vom amtlichen Endergebnis ab. De la Espriella dürfte Petro damit am 7. August als Staatsoberhaupt ablösen. Trump und sein Außenminister Marco Rubio haben dem 47-Jährigen bereits zum Wahlsieg gratuliert.

De la Espriella hatte im Wahlkampf angekündigt, die Beziehungen zu Washington wieder zu verbessern und im Kampf gegen den Drogenhandel enger mit dem großen Nachbarn zu kooperieren. Kolumbien war lange Zeit der wichtigste Partner der USA in Südamerika, bis sich das unter Petro änderte. Die USA verhängten daraufhin Sanktionen gegen den noch amtierenden Präsidenten. Kolumbien gilt als weltweit größter Produzent von Kokain.

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Steuern senken, Staatsapparat kappen

Der nun gewählte Rechtsanwalt und Geschäftsmann ist ein politischer Seiteneinsteiger, der noch nie zuvor ein politisches Amt bekleidet hatte. Er hat versprochen, den kolumbianischen Öl- und Gassektor zu fördern, Steuern zu senken und den Staatsapparat um bis zu 40 Prozent zu verkleinern.

Außerdem hat er im Wahlkampf ein hartes Vorgehen gegen die Kriminalität, den Bau von zehn Großgefängnissen sowie ein Ende der Friedensgespräche mit bewaffneten Gruppen angekündigt. (fh)

Jubel hinter Panzerglas: Kolumbiens frisch gewählter designierter Präsident Abelardo de la Espriella grüßt seine euphorischen Anhänger. Foto: picture alliance / AP Photo/Ivan Valencia
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