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Demonstranten in den USA protestieren gegen Angriffe auf Asiaten Foto: picture alliance / Pacific Press | Ryan Rahman
Demonstranten in den USA protestieren gegen Angriffe auf Asiaten Foto: picture alliance / Pacific Press | Ryan Rahman

Angriffe auf Asiaten in den USA
 

White Supremacy oder doch schwarze Gewalttäter?

In den USA nehmen die Angriffe auf Asiaten zu. Im ersten Quartal 2021 gab es 164 Prozent mehr sogenannter Haßverbrechen gegen asiatische US-Amerikaner als im Vorjahreszeitraum, berichtete USA Today und beruft sich dabei auf eine Untersuchung des Center for the Study of Hate and Extremism an der California State University in San Bernardino. Laut der Antirassismus-Organisation Stop AAPI Hate ereigneten sich 6.600 solcher Fälle seit dem Beginn der Corona-Pandemie.

Vertreter Stop AAPI Hate (AAPI steht für Asian American and Pacific Islanders) beklagen, dahinter stecke ein tief verwurzelter Rassismus gegen Asiaten. Den habe es schon vor 2020 gegeben, betonte die Co-Vorsitzende der Gruppierung, Evangeline Chan.

Wie Medien in den USA und auch in Deutschland nicht müde werden zu betonen, habe der ehemalige Präsident Donald Trump das gesellschaftliche Klima zudem in besonderem Maße vergiftet, indem er das Corona-Virus als China-Virus bezeichnet habe. Dadurch habe er den Haß auf Asiaten geschürt. Die US-Demokratin und Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, witterte hinter den steigenden Attacken auf asiatischstämmige US-Bürger das Gedankengut der  White Supremacy. Demnach seien die Täter Weiße, die aus rassistischen Motiven handelten.

Am Dienstag kündigte nun die Staatsanwältin des Bezirks Fulton im US-Bundesstaat Georgia, Fani Allis, an, die Todesstrafe für einen weißen Täter zu beantragen, der Mitte März acht Menschen erschossen hatte. Sechs seiner Opfer waren Asiatinnen. Zwar hatte der Amokläufer angegeben, aus religiösen Motiven und wegen seiner angeblichen Sexsucht die Opfer in Massagesalons getötet zu haben, die Tat war dennoch medial und politisch als Beweis für weißen Rassismus gegen Asiaten gewertet worden.

Videos zeigen Schwarze als Täter

Als jüngste und besonders schockierenden Beispiele für die Gewalt gelten derzeit zwei Taten aus der vergangenen Woche. In San Francisco stach ein Mann auf zwei Asiatinnen ein, die auf den Bus warteten. Die beiden Frauen im Alter von 84 und 63 Jahren wurden schwer verletzt. Zwei Tage zuvor hatte eine Frau ebenfalls zwei Asiatinnen in New York mit einem Hammer angegriffen und sie verletzt.

 Beide Fälle ereigneten sich auf offener Straße. Die Täter attackierten ihre Opfer ohne Vorwarnung. Was in der Berichterstattung unter den Tisch fällt, ist der Umstand, daß die Angreifer in beiden Fällen Schwarze waren.

Auch in weniger spektakulären Fällen von tätlichen Übergriffen wird diese Täter-Opfer-Konstellation oft verschwiegen. In den sozialen Medien kursierende Videos zeigen jedoch, daß die Gewalt gegen Asiaten oft nicht das Resultat von weißen Rassisten ist. Allerdings stört dieser Umstand offenbar das Narrativ der liberalen US-Medien, die sich noch immer an Ex-Präsident Trump abarbeiten und ihn für die Gewalt verantwortlich machen wollen.

 Bloß nicht das Narrativ zerstören

Auch die Justiz hadert im Fall von San Francisco damit, der Tat ein anti-asiatisches Motiv zuzuschreiben. Der mutmaßliche Täter werde nicht nicht wegen eines Haß-Verbrechens angeklagt, berichtete Fox 2 KTVU. Der Afroamerikaner habe psychische Probleme und sei bereits in der Vergangenheit wegen Körperverletzung auffällig geworden.

Immerhin im Fall der New Yorker Tat werde ein rassistischer Tathintergrund überprüft. Aber wie das Nachrichtenportal ABC7 meldete, sei die Schwarze während des Angriffs betrunken gewesen. Also war es auch in diesem Fall keine rassistische Tat? Die entsprechenden US-Medien und Demokraten werden aufatmen. (ag)

Demonstranten in den USA protestieren gegen Angriffe auf Asiaten Foto: picture alliance / Pacific Press | Ryan Rahman
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