Free Tommy
Demonstranten fordern in London die Freilassung von Tommy Robinson Foto: picture alliance / NurPhoto
Islamkritik

Wilders fordert Freilassung von Tommy Robinson

DEN HAAG. Der niederländische Parlamentsabgeordnete Geert Wilders hat von den britischen Behörden die Freilassung des Journalisten Tommy Robinson gefordert. Robinson sei ein „Freiheitskämpfer und Islamkritiker“, sagte der Vorsitzende der Partei für die Freiheit in einem auf Twitter verbreiteten Video.

„Die Lichter der Freiheit sind dabei, auszugehen“, warnte er. Islamkritiker würden „vor Gericht gestellt, eingesperrt und mit Fatwas überzogen“, während die Behörden versuchten, sie zum Schweigen zu bringen. Die rund zweiminütige Botschaft des holländischen Islamkritikers wurde vor der britischen Botschaft in Den Haag aufgenommen. Er stehe dort aus Solidarität mit Robinson, dessen sofortige Freilassung er forderte. „Großbritannien war einmal die Bastion der Freiheit, heute verhalten sich seine Behörden wie Nordkorea und Saudi-Arabien“, kritisierte er.

Im Gefängnis zusammengeschlagen

Robinson, der zu den Mitbegründern der English Defence League gehörte, war am Freitag unter dem Vorwurf verhaftet worden, „den öffentlichen Frieden gestört“ zu haben. Kurz darauf wurde er zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt. Robinson filmte vor einem Gerichtsgebäude in Leeds wie die moslemischen Angeklagten in einem Kinderschänderprozeß das Gebäude betraten und stellte das Video als Livestream auf Facebook. Daraufhin nahm ihn die Polizei fest.

Robinson war bereits im vergangenen Jahr wegen eines ähnlichen Delikts zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Damals sagte ihm die Richterin: „Hier geht es nicht um Meinungsfreiheit, nicht um Pressefreiheit, legitimen Journalismus oder politische Korrektheit. Hier geht es um das Recht und darum, sicherzustellen, daß ein Prozeß frei und fair durchgeführt werden kann. Es geht um Unschuld bis zum Beweis des Gegenteils.“

Bereits 2014 saß Robinson wegen Kreditbetrugs im Gefängnis. Dort wurde er von moslemischen Mitinsassen zusammengeschlagen. Dem Gefängnispersonal warf er damals vor, weggesehen zu haben, statt ihn zu schützen.

Forderung nach politischem Asyl

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron hat unterdessen an die Bundesregierung appelliert, Robinson politisches Asyl in Deutschland zu gewähren. Auch die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion, Beatrix von Storch, hatte in einem Tweet Robinsons Inhaftierung kritisiert und diesen mit dem Hashtag #TotalitärerUnrechtsstaatoderwienenntmandas versehen. Hunderte Menschen hatten am Samstag vor dem Amtssitz der britischen Premierministerin Theresa May für die Freilassung Robinsons demonstriert. Eine entsprechende Online-Petition wurde bisher von über 445.000 Personen gezeichnet. (tb)

 

Demonstranten fordern in London die Freilassung von Tommy Robinson Foto: picture alliance / NurPhoto

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