Einwandererkarawane

Migranten stellen Trump Ultimatum

TIJUANA. Die lateinamerikanischen Migranten aus der Einwanderer-Karawane haben US-Präsident Donald Trump ein Ultimatum gestellt. Trump solle die mehreren Tausend Einwanderer stufenweise ins Land lassen oder ihnen eine Entschädigung von 50.000 Dollar für jeden von ihnen zahlen.

Dann würden sie die Heimreise antreten. Weitere Forderungen sind ein Ende von Abschiebungen und eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen. Die Sprecher der zwei Karawanen-Gruppen gaben Trump 72 Stunden, um ihre Forderungen zu erfüllen. Einen entsprechenden Brief mit ihrem Gesuch übergaben sie dem US-Konsulat in Tijuana.

Zahlreiche Heimkehrer

„Es mag sich nach viel Geld anhören“, sagte einer der Sprecher, Alfonso Guerreo Ulloa aus Honduras, der San Diego Union-Tribune. „Aber es ist nur eine kleine Summe verglichen mit allem, was die Vereinigten Staaten aus Honduras gestohlen haben.“

Laut der Zeitung machen sich viele der Einwanderungswilligen, die aus Lateinamerika Richtung US-Grenze gezogen waren, mittlerweile wieder auf den Rückweg. „Wir dachten sie würden uns reinlassen, stattdessen hat Trump das Militär geschickt“, zitiert das Blatt einen Teilnehmer der Karawane. Es gebe „keine Lösung“.

Von den rund 6.000 Personen, die ursprünglich gekommen waren, haben demnach rund 700 die Heimreise angetreten. 300 wurden von den mexikanischen Behörden abgeschoben. Dabei handelt es sich vor allem um jene Personen, die die Grenze der USA gewaltsam stürmen wollten. 2.500 Personen häten humanitäre Visa in Mexiko beantragt. (tb)

Teilnehmer der Einwandererkarawane demonstrieren vor dem US-Konsulat in Tijuana Foto: picture alliance / AP Photo

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