Tatort im südfranzösischen Trèbes östlich von Carcassonne Foto: dpa / picture alliance / AP Photo / JF-Montage
Geiselnahme

Islamischer Terror erschüttert Frankreich erneut

TRÈBES. Ein mutmaßlicher marokkanischer Islamist hat am Freitag in einem Supermarkt im südfranzösischen Trèbes Geiseln genommen und drei Menschen getötet, berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und AFP. Zudem gebe es mindestens drei Verletzte. Am Nachmittag konnten Einsatzkräfte den Mann töten.

Laut Staatsanwaltschaft bekannte sich der bewaffnete Geiselnehmer zu der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Über Twitter reklamierte auch der IS die Tat für sich.

Weiterer Vorfall in Carcarsonne

Premierminister Édouard Philippe sagte französischen Medien, alles deute „bisher auf einen terroristischen Angriff hin.“ In der nahe bei Trèbes gelegenen Stadt Carcarsonne soll zudem ein Mann auf joggende Polizisten geschossen haben, wobei einer verwundet wurde. Ob ein Zusammenhang besteht, sei zur Zeit nicht klar. Allerdings meldete AFP, daß vor dem Supermarkt derselbe Wagen steht, aus dem heraus auf die Polizisten in Carcarsonne geschossen wurde.

Wie aus Sicherheitskreisen verlautete wollte der Attentäter einen der Attentäter der Pariser Terroranschläge vom November 2015, Salah Abdeslam, freipressen, dem derzeit in Belgien der Prozeß gemacht wird. Französische Medien berichteten, daß der Mann wegen Terrorverdachts unter Polizeiboebachtung war und auf einer soegannten „watch-list“. Ein Augenzeuge erklärte, der Mann habe beim Betreten des Supermarkts „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen. (mp)

Tatort im südfranzösischen Trèbes östlich von Carcassonne Foto: dpa / picture alliance / AP Photo / JF-Montage

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