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Minarett in Ostjerusalem Foto: picture alliance/ZUMA Press

Muslimischer Gebetsruf
 

Israel: Gesetz gegen Lärmbelästigung durch Muezzin

JERUSALEM. Die israelische Regierung hat ein Gesetz gegen nächtliche Ruhestörungen durch Moscheen auf den Weg gebracht. Der Entwurf sieht vor, daß Moscheen, von denen zwischen 23 Uhr nachts und 7 Uhr morgens der islamische Gebetsruf aus Lautsprechern ertönt, eine Strafe von umgerechnet rund 2.500 Euro zahlen müssen, berichtet die Times of Israel. Am Mittwoch soll das israelische Parlament, die Knesset, in erster Lesung darüber befinden.

In der Vergangenheit hatten sich gerade jüdische Einwohner im Ostteil der israelischen Hauptstadt wiederholt über die Lärmbelästigung durch den Muezzin beschwert. Fünfmal am Tag ertönt der Ruf, der Muslime an ihre fünf Tagesgebete erinnert.

Ursprünglich zielte die Vorlage auf ein völliges Verbot von Lautsprechern für religiöse Zwecke. Im Zuge dessen wären aber möglicherweise auch die Sabbat-Sirenen gefährdet gewesen, mit denen in jüdischen Städten am Freitagabend der jüdische Feiertag eingeleitet wird. Der Entwurf wurde daher im Herbst überarbeitet. Der arabische Knessetabgeordnete Aiman Odeh sieht in dem Gesetz „rassistische Hetze gegen eine nationale Minderheit“. (tb)

Minarett in Ostjerusalem Foto: picture alliance/ZUMA Press
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