Kurdische Demo in Deutschland mit dem Konterfei von Öcalan: Importierte Konflikte Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
Bürgerkriegsähnliche Zustände

Belgien: Heftige Kämpfe zwischen Kurden und Türken

ANTWERPEN. In Antwerpen ist es am Wochenende zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Türken gekommen. In der Innenstadt trafen laut Berichten des flämischen Senders VRT mehrere hundert Personen mit Schlagstöcken und Metallstangen aufeinander. Die Polizei nahm am Sonntag 40 Randalierer fest. Vier Personen, darunter ein Beamter der Antwerpener Polizei, wurden verletzt.

Zu ersten Schlägereien war es am Freitag vor einem Cafe in der Brederodestraat gekommen. Nach Polizeiangaben fuhr ein Bus mit dem Konterfei des PKK-Terrorchefs Abdullah Öcalan durch die Stadt und bog schließlich gezielt in ein Viertel mit hohem türkischen Migrantenanteil ein. Es kam zu Massenschlägereien, bei der insgesamt acht Menschen verletzt wurden.

Seit Anfang Oktober fährt der Kampagnen-Bus durch Europa und will an insgesamt 33 Stationen halt machen, um auf die Lage des inhaftierten Chefs der Terrororganisation PKK aufmerksam zu machen.

Unterdessen kündigte der Bürgermeister von Antwerpen, Bart De Wever (Neue Flämische Allianz), ein lokales Versammlungsverbot von mindestens einer Woche im Bezirk Brederode an, um die Ordnung wiederherzustellen und die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. (ha)

Kurdische Demo in Deutschland mit dem Konterfei von Öcalan: Importierte Konflikte Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

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