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Österreich
 

FPÖ in Umfragen zweitstärkste Partei

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Siegesfeier der FPÖ: Stellen die Freiheitlichen bald den Kanzler? Foto: www.fpoe.at

WIEN. Die FPÖ steht in Umfragen wieder an zweiter Stelle. Nach ihrem Erdrutschsieg bei der Wiener Landtagswahl im Oktober haben die  Freiheitlichen auch landesweit in Umfragen weiter zugelegt. In einer Wählerbefragung der österreichischen Zeitung Kurier haben sich 27 Prozent für die FPÖ mit Heinz Christian Strache ausgesprochen, die damit einen Prozentpunkt vor den Christdemokraten und nur noch zwei Prozentpunkte hinter den Sozialdemokraten liegt.

Erstmals seit der Parlamentswahl 1999, als die FPÖ mit Jörg Haider über 27 Prozent der Stimmen gewann und damit die ÖVP auf den dritten Platz verwies, haben sich die Freiheitlichen wieder als zweitstärkste Kraft etabliert. Bei den unter 30jährigen Bürgern führt die Partei sogar „relativ deutlich“, sagte der Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer, der die Umfrage verantwortete.

Regierungskoalition ist der große Verlierer

Die großen Verlierer der Umfrage sind die regierenden Koalitionsparteien von SPÖ und ÖVP. Erstere verlor in der Wählergunst im Vergleich zum August vier, die Christdemokraten sogar sieben Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Zustimmung für die FPÖ um sieben und zur FPÖ-Abspaltung BZÖ um zwei Prozent. Letztere konnte damit ihr Ergebnis auf fünf Prozent verbessern und liegt hinter den Grünen (elf Prozent) an fünfter Stelle.

Forscher schätzen das Potential der FPÖ in einer ersten Analyse nach der Wiener Landtagswahl noch größer ein. So habe eine Gallup-Umfrage nach der Wahl gezeigt, daß sich die Partei in wichtigen Wählerschichten etablieren konnte. Liegt sie bei den Männern schon gleichauf mit den Sozialdemokraten, so ist sie bei den Hausfrauen führend. In der Altersgruppe der Dreißig- bis Fünfzigjährigen sind die Freiheitlichen mit 21 Prozent deutlich vor den Christdemokraten (19 Prozent) und den Sozialdemokraten (11 Prozent).

„2013 wird die Zeit reif für eine echte Wende sein“

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat bereits angekündigt, sich nach der nächsten Parlamentswahl an der Regierung beteiligen zu wollen. „Wir haben eine große Breite erreicht und werden versuchen, so stark wie möglich zu werden“, sagte er in einem Gespräch mit der Tageszeitung Österreich: „2013 wird die Zeit reif für eine echte Wende sein.“ (FA)

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